Romane

1a-Science-Fiction-Kino, so sensationell-genial wie aus der Feder von "Terminator"-Regisseur James Cameron

Sie wissen alles, sie beherrschen alles und sie sterben nicht. Sie sind die "awtomat", menschenartige Roboter. Seit Jahrtausenden leben sie unerkannt unter uns. Doch ihre Zeit läuft ab: Sollte es ihnen nicht gelingen, eine neue Energiequelle zu finden, droht ihnen der Untergang. Noch dazu sind die beiden mächtigsten Awtomat in einen Machtkampf verstrickt. Mitten in diesen mörderischen Konflikt gerät die Archäologin June. Beim Versuch, etwas über die Herkunft eines mysteriösen Artefakts herauszufinden, macht June Bekanntschaft mit dem geheimnisvollen Peter Alexejewitsch. Er wurde im Jahre 1710, zur Zeit der Herrschaft des Zars Pjotr Romanow, in Russland "geboren". Vertrieben aus seiner Heimat ist er auf der Suche nach einer Reliquie, die seiner Art das Überleben sichern könnte.

June gerät mitten hinein in einen uralten Krieg. Um diesen zu gewinnen, muss sie mehr über die Vergangenheit Peters erfahren. Diese führt sie unter anderem nach London, wo er einst mit Elena, ein kleines Puppenmädchen mit Porzellangesicht und zartem Stimmchen, lebte. Versteckt vor der Welt lernen die beiden Uhrwerk-Maschinen die Gebräuche und Regeln der Menschen. Für König George II. zog Peter in den Kampf gegen die Inder, ließ dafür Elena im Stich. Knapp drei Jahrhunderte später begegnen sich die beiden wieder, auf der Suche nach einer Energiequelle. Gejagt werden sie und June von einer Roboterarmee ohne Skrupel. Es gibt jemanden, der möchte die Macht über die Menschheit, die Gegenwart, aber auch Zukunft für sich allein. Junes Existenz allerdings bringt diese Pläne in Gefahr ...

Ein Science-Fiction-Spektakel, das selbst einem James Cameron kaum besser hätte gelingen können - was Daniel H. Wilsons Feder entstammt, toppt fast alles in der SF-Literatur. Seine Romane hauen einen glatt um, und das garantiert mehr als einmal. "Die Dynastie der Maschinen" liest man im Rausch. Aufzuhören ist schier unmöglich, ebenso wie das vorliegende Buch auch nur für eine Sekunde aus der Hand zu legen. Der US-amerikanische Autor gilt als "König der Roboter-Thriller". Und es stimmt: Keiner hat es so drauf wie er. Man nimmt an einem selten dagewesenen Abenteuer der Superlative teil. An Wilsons Schreibkönnen reichen nur die wenigsten Schriftsteller heran. Er reiht sich nahtlos in die Tradition der sowjetischen SciFi-Meister wie Stanislaw Lem oder Sergei Wassiljewitsch Lukjanenko.

Fans von "Terminator", "I, Robot" und Co. kommen während der Lektüre von Daniel H. Wilsons Büchern vollstens auf ihre Kosten. Hier erfährt man Science-Fiction at its best. Nach nur wenigen Sätzen verschlägt es ob solch eines Hollywoodblockbuster-(Lese-)Erlebnisses zwischen zwei Buchdeckeln erst den Atem, dann sogar die Sprache. "Die Dynastie der Maschinen" gehört in jedes Bücherregal. Denn die Story ist ein genialer Mix aus Historienschmöker und Steampunk, gewürzt mit Spannung, rasanter Action und auch Emotionen. So wird Lesen zu einem Highlight!

Susann Fleischer
04.02.2019

 
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Das Buch:

Daniel H. Wilson: Die Dynastie der Maschinen. Aus dem Amerikanischen von Oliver Plaschka

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Mnchen: Knaur Verlag 2019 416 S., 14,99 ISBN: 978-3-426-52100-7

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