Gedichtbnde

Poesie in auergewhnlicherer, aber umso schnerer Form

Das Sonett: eine Gedichtform, die ihresgleichen sucht und die heute leider fast in der Versenkung verschwunden ist. Gäbe es nicht Autoren wie Helmut Maiwald. Er holt diese literarische Kunst ins Hier und Jetzt. Das Ergebnis: "Handgemachte Sonette", ein Lyrikband voller Gedichte mit zeitgenössischen Themen, ganz ohne KI. Damit steht Maiwald in der Tradition großer Schriftsteller wie Francesco Petrarca, William Shakespeare, Andreas Gryphius, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Georg Trakl oder August Wilhelm Schlegel. Das vorliegende Buch bietet eine Lektüre weit abseits des Mainstreams. Sich in dieser mit allen Sinnen zu verlieren ist absolut garantiert. Wenn Literatur einer Verführung gleichzukommen vermag - hier ist dafür das beste, grandioseste Beispiel.

Der Ursprung des Sonetts liegt in Italien, in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die 14 Zeilen eines Sonetts gliedern sich in der italienischen Originalform in vier kurze Strophen: zwei Quartette und zwei sich daran anschließende Terzette, mit bevorzugtem Versmaß der Alexandriner. Doch haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Spielarten dieser Gedichtform entwickelt, eine davon vom berühmten Dramatiker William Shakespeare, eine andere von Helmut Maiwald. Und beide lohnen unbedingt eine Entdeckung. Was Maiwalds "Handgemachte Sonette" von der Masse hervorhebt, ist die Kunstfertigkeit der Gedichte, außerdem die ausgewählten Themen: Politik, Kapitalismus, Emanzipation, Soziale Netzwerke, Gendern finden sich neben Gedichten anlässlich von Geburtstagen, Muttertag oder Hochzeit. Wo findet man Ähnliches zwischen zwei Buchdeckeln?

Und so finden sich auf Amazon (https://www.amazon.de/Handgemachte-Sonette-Gedichtformen-zeitgen%C3%B6ssischen-men/product-reviews/3384024788/ref=cm_cr_dp_d_show_all_btm?ie=UTF8&reviewerType=all_reviews) zwei verzückte Rezensionen zu Maiwalds Gedichtband. Thomas Kiciak schreibt: "Spannend und kurzweilig - Mal aus Neugierde bestellt und positiv überrascht gewesen." Und Gerhard Muench: "Hohe Sprachkunst - Hut ab vor der Wortgewandtheit des Autors: Es ist beachtlich, wie er für diese klugen Gedanken die richtigen Worte findet, dazu genau solche, die sich reimen und wie er diese dann auch noch gekonnt in eine strenge Syntax einfädelt." Und beiden kann man diesbezüglich voll und ganz zustimmen.

Belletristik, die einen mitreißt und so sehr begeistert, dass einem ganz schwindelig wird - was Helmut Maiwald schreibt, versetzt den Leser geradezu in Ekstase, zumindest in einen sehr, sehr großen Freudentaumel. "Handgemachte Sonette" widmet sich einem literarischen Genre im Nischendasein, dem Gedicht in Form eines Sonetts. Man bekommt hier ein Buch in die Hände, das auf jeder Seite überrascht, definitiv frischen Wind in den Lesealltag bringt und Raum lässt für eigene Gedanken und Gefühle. Und genau das möchte Maiwald, wie er auf der Rückseite seiner Veröffentlichung stehen hat: mit These und Antithese zu Diskussionen anregen, vielleicht den eigenen Blickwinkel neu justieren oder Teilen der Gesellschaft den Spiegel vorhalten. Und es ist eine Inspirationsquelle.

In seinen "Handgemachten Sonetten" erhebt Helmut Maiwald diese Gedichtart zu einer neuen Kunstform. Und er beweist darüber hinaus, wie virtuos er mit der deutschen Sprache umzugehen weiß. Seine Lyrik erobert Leserherzen im Sturm. Diese ist formvollendet, ein selten hohes Niveau von Literatur und ohne jeden Zweifel Genuss pur. Ihr erliegt man ab dem ersten Vers, sogar Wort. Maiwald ist ein Meister dieser literarischen Disziplin. Sein Können in dieser ist nur schwer, tatsächlich sogar äußerst schwer zu übertreffen.

Anja Rosenthal 
25.03.2024

 
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Das Buch:

Helmut Maiwald: Handgemachte Sonette. Barocke Gedichtformen mit zeitgenssischen Themen, ganz ohne KI

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Ahrensburg : tredition 2023 72 S., 12,00 ISBN: 978-3-384-02477-0

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