Hörbücher
Der zweite Fall für Konrad Leisegang, dem Friedhofsgärtner zum Knutschen: erneut ein Krimihit par excellence, definitiv unschlagbar-genialst
Auf Friedhofsgärtner Konrad Leisegang wartet wieder eine Leiche - eine, die nicht auf seinen Friedhof gehört: Zu Füßen einer imposanten Bronzeskulptur liegt der Tote, der einem Stromschlag zum Opfer fiel. Er war ehemals Besitzer eines bekannten Kölner Bordells. Leisegang, seinem Assistenten Martin und dem befreundeten Kommissar Heribert Rehbein bleibt kaum Zeit, die Spuren zu sichern, da gibt es bereits die nächste Leiche, erneut ein Mann, erdrosselt und in ein steinernes Tor hineingezwängt. Während Martin schon einen Serientäter wittert, tappt die Polizei erst einmal im Dunkeln. Schließlich stellt sich heraus, dass der zweite Tote ebenfalls Kompagnon im Bordell war. Es wird klar: Die Spuren reichen in die Vergangenheit zurück, zu einem spektakulären Kunstraub in den 90er-Jahren. Und der Mörder könnte erneut zuschlagen; dummerweise eher gestern als morgen!
Leider wandelt Kommissar Rehbeins Kollege Jan-Philipp Freese auf mehr als einer falschen Spur. Mal ist Konrad für ihn der Täter, dann Oma Gitti die Täterin und schließlich der als Frauenkiller verurteilte Otto Fröbe. KHK Rehbein hingegen hat da ganz andere Theorien. Doch diese enden ebenfalls in Sackgassen. Es liegt also an Konrad und Martin, diesen Fall zu lösen. Schließlich sind sie Sherlock Holmes und Dr. Watson des Kölner Melatenfriedhof. Insbesondere Martin ist für sein Alter viel zu intelligent und gewitzt, als gut für ihn ist. Und so kommt es, wie es kommen muss: Die beiden geraten in Gefahr. Keine so gute Idee, nachts auf einem Friedhof herumzuspazieren. Und eine noch schlechtere, Martins Mutter Amalia, für die Konrads Herz gleich mindestens 50 Schläge schneller schlägt, gegen sich aufzubringen. Doch am Ende des Falles steht ein Heiratsantrag, einer mit ausstehender Antwort ...
Crime-Time, die rockt wie kaum etwas anderes im Bücher- und/oder CD-Regal - was Thomas Krüger schreibt, vertreibt Langeweile nach dem ersten Satz. Beim Lauschen von "Nirgends stirbt es sich schöner" ist beste Laune garantiert, ebenso wie Ermittlungsarbeit wie bei den "Tatort"-Kommissaren. Friedhofsgärtner Konrad Leisegang löst hier seinen zweiten Fall und macht den berühmtesten Polizisten dabei mächtig Konkurrenz. Hingegen absolut monopolistisch, unvergleichlich, einzigartig ist Dietmar Bär als Sprecher. Seine Lesung lässt es an nichts fehlen: insbesondere nicht an Spannung, aber auch Humor. Da bekommt man Muskelkater vom Dauerschmunzeln, außerdem einen Puls bei 150 Schlägen pro Minute und höher. Gut elf Stunden lauscht man ihm und ist einfach nur begeistert. Mit Bär am Mikrofon geht's ab wie eine Rakete. Denn er rockt, und seine Lesungen noch um einiges mehr!
Seit 2006 ist Thomas Krüger selbständiger Hörbuch- und seit 2011 auch Kinderbuchverleger. Er war Programmleiter für Hörbücher beim Verlag Random House Audio und beim Patmos-Verlag in Düsseldorf. Zunächst arbeitete er als freier Journalist, unter anderem für die Zeitungen Die Woche, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Frankfurter Rundschau sowie für die Zeitschriften Rolling Stone und Mare, bis er sich zunächst an Lyrik versuchte, später an Kriminalromanen. Und letztere machen einfach nur Spaß. "Nirgends stirbt es sich schöner" sorgt für Begeisterung beim Lauschen, aber auch beim Lesen.
Also, wenn Sie die Wahl haben, kaufen Sie beides: Audiobook und die Druckversion, erhältlich beim Heyne Verlag (ISBN: 978-3-453-44199-6). Bei Thomas Krügers Romanen kann man nichts falsch machen. Entertainment wird in diesen nicht nur groß, sondern sogar extragroß geschrieben.
Susann Fleischer
27.07.2026
