Hörbücher
Nach "Magie verpflichtet" und "Magisches Erbe" legt Benedict Jacka noch mal mindestens eine Schippe obendrauf
Stephen Oakwood, gesegnet (oder verflucht?) mit einem natürlichen Talent für Magie, will eigentlich nur genug Geld, um seine Rechnungen zu bezahlen, und genug Zeit, um Magie zu lernen. Doch irgendjemand will seinen Cousin Calhoun ermorden. Stephen ist sich nur nicht sicher, ob der Auftraggeber Teil von Haus Ashford ist oder ein Feind von außerhalb. Außerdem fordert der Geheimbund der Geflügelten den jungen Mann auf, sich ihm anzuschließen. Dabei wird schnell klar, dass Stephen auf ihrer Seite sein kann oder ein Feind ist. Er erkennt, dass es für ihn keine gute Wahl gibt - und dass er dringend neue Verbündete benötigt. Und die findet er tatsächlich auch. Doch ihr erster Auftrag läuft furchtbar schief. Plötzlich steht Stephen mit einem Bein im Gefängnis, mit dem anderen im Krankenhaus. Dummerweise ist das nur der Anfang.
Es bleibt nicht viel Zeit für Stephen. Dass sein Vater mal wieder verschwindet und für seine Mutter einzig das "Haus Ashford" zählt, macht Stephens Unterfangen nicht wirklich leichter. Zumal Stephen noch immer Probleme hat, seine Magie zu kanalisieren. Zwar wird er immer besser im Zaubern, aber längst nicht unbesiegbar. Auch schreckt er vor Gewalt zurück. Am liebsten wäre Stephen ein ruhiges Leben ohne Geldsorgen und mit einer Familie und Freunden an seiner Seite, die ihn durch dick und dünn begleiten, also in guten wie in schlechten Zeiten fest zu ihm halten; trotz aller Gefahren. Und vom letzteren gibt es jede, jede Menge. Da Polizei ist dabei das kleinste seiner Probleme. Zum Glück ist Stephen weder auf dem Kopf gefallen noch funkt sein limbisches System in einer Notlage ihm zu kämpfen. Aber was, wenn das diesmal nicht ausreicht?!?
Literatur, von der einem regelrecht schwindelig wird - (fast) nichts im CD-Player genießt man so sehr wie die Geschichten aus Benedict Jackas Feder. Diese machen einfach nur Spaß. "Haus Ashford - Eine Frage der Magie" bringt einen noch breiter zum Grinsen als ein Honigkuchenpferd. Doch bei Audiobooks ist die Story, so genialst sie auch sein möge, nur die halbe Miete. Mindestens so wichtig, wenn nicht um einiges wichtiger, ist die Auswahl des Sprechers. Und diese ist mit Johannes Klaußner ein absoluter Volltreffer! Mit seinen Lesungen bringt der deutsche Schauspieler den Zuhörer schier zum Ausflippen. Wenn er am Mikrofon steht, findet die Begeisterung so schnell kein Ende mehr. Noch Tage nach dem letzten Satz hat man gute Laune und fühlt sich high wie sonst nur von Drogen. Danke dafür von ganzem Herzen, das hier hoch springt und höher!
Fans von Ben Aaronovitch kommen um die (Hör-)Bücher eines Benedict Jacka partout nicht herum. Die "Haus Ashford"-Reihe gehört zum Fun-tastischsten, was man im Bücherregal bzw. CD-Player haben kann. Band drei, "Eine Frage der Magie", erfreut den Zuhörer mit jedem Satz. Sprecher Johannes Klaußner liest die Story mit so viel Schwung, Magie und Spannung in der Stimme, dass es einen glatt vom Hocker haut. Ihm lauscht man mit größter Begeisterung; auch gerne weit über die gut zehn Stunden Spielzeit!
Susann Fleischer
11.05.2026
