Hörbücher
Eine berührende Geschichte, wie diese nur eine Lucinda Riley schreiben kann
Irland während der 1960er Jahre: Sorcha O'Donovan wächst behütet in Ballymore an der Südküste Irlands heran. Als sie 16 Jahre alt ist, verliebt sie sich unsterblich in den Musiker Con Daly, einen Einzelgänger, der in einer Hütte am Strand lebt. Es beginnt eine heimliche Beziehung zwischen den beiden, die aber zu einem Eklat führt: Sie werden von der ebenso vermögenden wie missgünstigen Helen McCarthy aus dem Dorf verraten, und in seinem Zorn verbannt Sorchas Vater seine Tochter. Die beiden verlassen über Nacht ihre Heimat, um in London ein neues Leben zu beginnen. Und dort, in der brodelnden Metropole, wird für Con ein Traum wahr: der Aufstieg vom mittellosen Straßenmusiker zum Leader einer der erfolgreichsten Bands seiner Zeit. Doch Sorcha sehnt sich nach etwas anderem.
Sorcha träumt weniger von Karriere als von einem Leben in Selbstständigkeit. Die Abhängigkeit von ihrem Ehemann Con stört sie immer mehr. Der wünscht sich irgendwann ein Kind mit Sorcha, ist aber während Tourneen mit seiner Band kein Kostverächter. Beide haben so ihre Geheimnisse voreinander und ahnen noch nichts davon. Die Idylle wird schließlich zerstört, als Sorcha eines Tages auf Helen in Londons Straßen trifft. Die reiche Erbin ist auf der Suche nach Liebe und Freundschaft. Verzweifelt versucht sie ihrer Einsamkeit zu entkommen. Doch die Affäre mit einem verheirateten Mann endet im Drama. Ähnliches droht auch ihrer langsam beginnenden Freundschaft mit Sorcha. nach all den Jahren beginnen die Frauen sich zu mögen. Bis erneut das Schicksal zuschlägt und plötzlich alles anders ist ...
Ein Hörerlebnis der Superlative - genau das, nicht mehr und nicht weniger, sind die Geschichten einer Lucinda Riley. Und wenn diese dann auch noch von der wunderbaren, unvergleichlichen Simone Kabst gelesen werden, ist der Genuss perfekt und man bekommt von der Welt um sich herum nichts mehr mit; und zwar über viele, viele Stunden lang. "Die Frauen von Ballymore" ist da eher die Regel als die Ausnahme, außerdem eine Geschichte zum Verlieben. Danke für solch ein Geschenk im CD-Player. Für die Ohren kann man sich kaum etwas Betörenderes, kaum etwas Berauschenderes wünschen. Die deutsche Schauspielerin am Mikrofon und es haut einen glatt vom Hocker. Denn ihre Lesungen sind an Grandiosität kaum zu überbieten. Einfach die Crème de la Crème unter den Neuerscheinungen der letzten Jahre!
Auch knapp fünf Jahre nach ihrem Tod finden Lucinda Rileys (Hör-)Bücher reißenden Absatz. Und das aus gutem Grund, wie "Die Frauen von Ballymore" beweist: Diese sind Meisterwerke auf erzählerisch höchstem Niveau. Der vorliegenden Audiofassung lauscht man mit ziemlichem Herzklopfen und feuchten Augen. Sprecherin Simone Kabst macht aus den gut 13 Stunden Spielzeit ganz großes Gefühlskino. Sie liest die Story mit so viel Emotionen, dass man gleich mehrere Taschentuch-Packungen verbraucht. So schön, so zum Seufzen schön!
Susann Fleischer
02.02.2026
