Ratgeber
Akte Beet ... oder wie die Ameise den Tatort reinigte
Verbrechen aller Art üben auf Menschen eine besondere Faszination aus, aber wer würde darauf kommen, dass das Böse gleich hinter dem Gartentor lauert? Wirft man einen Blick in den Mikrokosmos zwischen Beet und Topf, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Denn von Insekten über Pflanzen bis hin zu kleinen Säugetieren - der Garten ist voller Verbrecher! Werde zum Kommissar im eigenen Garten: 20 Fälle vom Vandalismus bis zum heimtückischen Mord sind zu lösen. Wer ist verdächtig? Lässt sich der Täter anhand seiner biologischen Merkmale überführen? Welches Motiv hatte er? Geh' auf Spurensuche! Oder schlägst du dich etwa auf die Seite des Bösen, um Blattläuse, Schnecken und Co. loszuwerden?
Wie eine Polizeiakte aufgebaut ("Tatort", "Indizien", "Zeugen", "Verdächtige" ("Faktencheck", "Detaillierte Täterbeschreibung"), "Täter" und "Motiv") widmet sich Elke Schwarzers Buch mysteriösen Kriminalfällen im Garten. Es beginnt von der Straftat noch im Bagatellbereich "Einbruch & Vandalismus" geht über "Raub & Diebstahl" schließlich zu "Mord & Totschlag". Fälle finden sich insgesamt 20 in diesem Buch. Und gerne hätten es nochmals doppelt so viele sein dürfen. Denn diese Lektüre lässt alles andere als Langeweile aufkommen. Eben wie ein guter Krimi, sogar wie ein genialster!
Alles, aber ganz sicher nicht nullachtfünfzehn - die Lektüre von "Mord im Nacktschnecken-Milieu" lohnt sich mit jedem einzelnen Satz. Diese ist nämlich überraschend, aufschlussreich und einfach nur interessant, weil weit abseits des Mainstreams. Um den Ganzen die Krone aufzusetzen, schlägt die Autorin einen ungewöhnlich amüsanten, humorigen Ton an. Das vorliegende Buch liest man mit großem Spaß. Wird es nicht nur deshalb immer wieder gerne und mit Freude zur Hand nehmen. Hier gibt es nämlich allerhand zu erfahren. Da bleibt nur zu hoffen, dass noch viel mehr Veröffentlichungen in diesem Stil bei Eugen Ulmer erscheinen. Jedenfalls würde man es dem Verlag aufs Herzlichste danken!
Einen Ratgeber wie Elke Schwarzers "Mord im Nacktschnecken-Milieu" hat es auf dem deutschen Sachliteraturmarkt garantiert noch nie gegeben. Schade eigentlich, denn diese Lektüre entlockt selbst jenen ein Lächeln, die mit der Gartenflora, vor allem aber -fauna nichts anfangen können. Jedenfalls bislang! Kaum aufgeschlagen wird man sich dabei erwischen, wie man auf seinem Grundstück auf die Suche nach diversen Tätern geht. Und das mit noch nie dagewesener Begeisterung!
Susann Fleischer
23.03.2026
