Romane

Sind die Seeker wirklich das, was sie zu sein scheinen?

Die Jugendlichen Quin, John und Shinobu werden seit ihrer Kindheit dazu ausgebildet, Seeker zu sein. Dabei werden sie von Quins Vater und ihrem Onkel, der gleichzeitig Shinobus Vater ist, nicht nur in dem alten Wissen der Seeker geschult, sondern müssen sich auch im Umgang mit diversen Waffen beweisen.

Eines Tages wird es Shinobu und Quin erlaubt, ihre Prüfung abzulegen. John, der mit Quin zusammen ist, wird dies verwehrt. Nach der Abnahme des Eids und dem ersten Auftrag als Seeker vertraut sich Quin ihm an und erzählt ihm, dass nichts so ist, wie sie zu glauben verführt wurden.

John, der dem Clan des Fuchses angehört und erst später zur Ausbildung auf den Hof kam, lässt sich nach einer folgenschweren Entdeckung vom Hass auf Quins Vater leiten und zerstört den Hof. Quin, ihre Mutter und Shinobu können nur mit entkommen, wobei das Mädchen durch den sogenannten Disruptor, eine der gefährlichsten Waffen, schwer verletzt wird.

Der zweite Teil der Geschichte spielt 18 Monate später in Hongkong. Shinobu hält sich mit Jobs als Taucher über Wasser, um seine Drogensucht zu finanzieren. Quin hat ihr Gedächtnis verloren und arbeitet als Heilerin, bis John eines Tages auftaucht und ihre Erinnerungen langsam wieder an die Oberfläche kommen. Wird Shinobu sich Quin zu erkennen geben? Wie weit wird John gehen, um den Athame, der in Quins Besitz ist, an sich zu nehmen? Wird Quin zu ihrer früheren Liebe halten und ihm helfen, ein ausgebildeter Seeker zu sein?

"Die Clans der Seeker - Die Stunde des Fuchses" von Arwen Elys Dayton ist ein sehr schön gestaltetes Buch, dessen Cover sofort durch seine Aufmachung besticht. Abgebildet ist ein Dolch, den der Leser sehr schnell als Athame identifizieren wird. Die Dolchspitze zeigt auf China, das vor allem für den zweiten Teil der Geschichte von Bedeutung ist.

Die Geschichte selbst wird aus mehreren Perspektiven erzählt: Quins, Shinobus, Johns und Mauds (die junge Dread). Dadurch ist es für den Leser kein Problem, die verschiedenen Beweggründe der Charaktere zu verstehen und nachzuvollziehen. Dennoch schafft es die Autorin, dass man sich vor allem auf die Seite von Quin und Shinobu schlägt.

Das Universum, das Arwen Dayton erschafft, ist in sich schlüssig und es macht Spaß, es zu erkunden. Vor allem die Seeker und ihre Werkzeuge (Athame, Blitzstab) sowie das Dort entführen die Leser in eine eigene Welt.

Der Jugendfantasyroman lädt den Leser in eine neue Welt ein, in der nichts so ist, wie es zu sein scheint und bietet durch sein modernes Setting, das beispielsweise mit mittelalterlich anmutenden Waffen und Idealen vermischt wird, eine großes Lesevergnügen. Vor allem durch den Showdown am Ende freut sich der Leser auf folgende Bände.

Jana Gengnagel
31.08.2015

 
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Das Buch:

Arwen Elys Dayton:
Die Clans der Seeker – Die Stunde des Fuchses.
Übersetzt von Sonja Häußler

Bild: Buchcover Jackie Thomae, Momente der Klarheit

Würzburg: Arena Verlag 2015
472 S., 16,99 €
ISBN: 978-3-401-06968-5

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