Krimis & Thriller

Pekkala in Hchstform

Ende 1944: Die Rote Armee rückt unaufhaltsam nach Westen vor. Inmitten der Kämpfe machen zwei Soldaten einen brisanten Fund. In der Krypta einer Kirche hält das Skelett eines Priesters ein Gemälde in den Händen, das lange Jahre als zerstört galt: den berühmten "Hirten", religiöses Symbol Russlands und einst in den Wirren der Oktoberrevolution verloren gegangen. Die Romanows hatten es ihrem Vertrauten Rasputin zur Aufbewahrung übergeben, dem es angeblich gestohlen worden war. Doch was ist damals wirklich mit der Ikone geschehen? Stalin weiß um die Brisanz, außerdem die Symbolkraft dieses Fundes und schickt seinen besten Ermittler, Inspektor Pekkala, an die Front, dem Geheimnis ohne Aufsehen auf den Grund zu gehen.

Bei seinen Nachforschungen hilft Pekkala seine Kenntnis von der Ikone, an deren Macht im ersten Weltkrieg auch die Zarenfamilie schwor. Wie schon damals scheint auch heute eine ganz eigene religiöse Gemeinschaft in den Fall verwickelt zu sein. Pekkala kann nicht ahnen, dass bereits ein alter Bekannter auf der Spur des "Hirten" ist, dessen fanatischer Glaube ihn über Leichen gehen lässt. Doch auch Pekkala ist zu allem entschlossen. Denn sollte sein Auftrag scheitern, erwartet ihn ein weitaus schlimmeres Schicksal als erneut in der sibirischen Taiga als Zwangsarbeiter dem Wohle des Volkes zu dienen. Doch Pekkalas Gegner ist gerissen und Pekkala stets einen Schritt voraus. Pekkala gerät erstmals an seine Grenzen - und mit ihm der Leser ...

Crime-Time, die beim Leser für euphorischste Ekstasezustände sorgt - mit seinen Büchern macht Sam Eastland Geschichte hautnah erlebbar. Außerdem unterhalten diese aufs Grandioseste. "Rote Ikone" ist so spannend, dass man glatt das Atmen vergisst. Die Story liest sich überaus fesselnd und beweist eindrucksvoll: Der US-amerikanische Autor ist ein Meister seines Fachs. Seine Krimis kosten einem mindestens die Nachtruhe. Denn diese liest man wie im Rausch. Auch nur eine Sekunde mit der Lektüre aufhören, kaum einmal begonnen? Partout unmöglich! Eastland hat's echt drauf. Er ist ein Schriftsteller vom Kaliber Ian Fleming, mit Einflüssen von Sir Arthur Conan Doyle. Einfach nur der Wahnsinn, Eastlands Talent und Können!

Wenn Inspektor Pekkala ermittelt, wird es spannend vom ersten bis zum letzten Satz. Er gehört zu den genialsten Detektiven in der internationalen Krimiliteratur. Seine Fälle muss man lesen, unbedingt! Denn diese sind so ziemlich das Spannendste im Bücherregal. In "Rote Ikone" läuft der "russische James Bond in Diensten Stalins" (Welt online) zur Höchstform auf. Seine Polizeiarbeit begeistert den Leser über alle Maßen, haut ihn sogar glatt um. Autor Sam Eastland schreibt Kult mit enormem Suchtfaktor. Von seinen Romanen wird einem ganz high. Noch genialer als jede Droge!

Susann Fleischer 
25.08.2020

 
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Das Buch:

Sam Eastland: Rote Ikone. Kriminalroman. Aus dem Englischen von Karl-Heinz Ebnet

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Mnchen: Knaur Verlag 2019 368 S., 10,99 ISBN: 978-3-426-52211-0

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