Kinder- & Jugendbücher

Eintauchen in eine weit, weit entfernte Galaxie ...

In der Galaxie des Star-Wars-Universums beherbergt der Mond Orchis 2 das Graf-Archiv, das fast die gesamte Fläche des Mondes einnimmt. Konservierte Pflanzen und Tiere, Schriften, Daten und Kunstwerke aus allen Teilen der Galaxis lagern dort. Bei der Archivierung ist ein junger Student auf ein paar handgezeichnete Karten eines ithorianischen Künstlers gestoßen, die sich mit der Geschichte der Skywalker-Familie beschäftigen. Erstmals veröffentlicht werden diese Karten, Steckbriefe und Zeittafeln nun in "Star Wars - Galaktischer Atlas".

So oder ähnlich sind die Herausgeber dieser neuen Star-Wars-Veröffentlichung zu ihrem Material gekommen, wenn man dem Vorwort, das von Amel Fortoon, dem Direktor des besagten Graf-Archivs, verfasst wurde, Glauben schenken darf. Sowohl der ithorianische Künstler namens Gammit Chond, der die Karten gezeichnet hat, wie auch der Direktor Amel Fortoon können ihre namenstechnische Verbindung zu Emil Fortune und Tim McDonagh, den Machern dieses Buches, nicht komplett leugnen. Aber um exakte Authentizität geht es hier auch gar nicht, wie Amel Fortoon bereits im Vorwort erwähnt. Die Darstellungen auf Chonds Karten hätten nicht den Anspruch detailgetreu zu sein, es ginge vielmehr darum, die Stimmungen dieser fremden Welten einzufangen und darzustellen. 

Der für Kinder entwickelte - aber sicherlich auch Erwachsene erfreuende - Atlas startet mit einer Galaxiskarte als Inhaltsverzeichnis. In vier Bereiche aufgeteilt, werden die jeweiligen Bereiche der Galaxis weiter hinten im Buch noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Nach der Galaxiskarte folgt jedoch erst einmal eine Zeittafel, die als Fixpunkt die Schlacht von Yavin benutzt. Alle sieben Kinofilme sowie animierte Serien und Romane wurden bei der Zeittafel und dem darauffolgenden Personenverzeichnis miteinbezogen. Der Illustrator Tim McDonagh - oder sollte man besser Gammit Chond sagen? - hat sich beim Zeichnen stark an die Originale gehalten. So erkennt man sofort Harrison Ford als Han Solo oder Carrie Fisher als Prinzessin Leia. Die Anime-Figuren hingegen wirken etwas unscheinbar und weniger originalgetreu in der von McDonagh gezeichneten Version.

Nach Zeittafel und Personenverzeichnis folgen nun also die vier großen Bereiche der Galaxie, deren Planeten zunächst auf einer Übersichtskarte mit einem kurzen Steckbrief beschrieben werden, bevor auf den folgenden Seiten einige der Planeten auf einer Doppelseite jeweils noch einmal genauer dargestellt werden, wie z. B. Tatooine, der Heimatplanet von Anakin und Luke Skywalker, oder Jedha, Schauplatz von "Rogue One". Neben einzelnen Planeten füllen auch diverse Schlachten einige der großformatigen Doppelseiten, z. B. die Schlacht von Hoth oder Endor. 

Die hochwertige Ausstattung mit Golddruck auf dem Cover, der stabile Einband und das fast DINA3-große Format lassen den "Galaktischen Atlas" zu einem Prachtstück im Bücherregal werden, das man immer mal wieder hervorholen kann. Auch wenn "Star Wars - Galaktischer Atlas" eigentlich als Kinderbuch für die jüngsten Star-Wars-Fans konzipiert wurde, tauchen mit Sicherheit auch die Eltern der kleinen Fans gerne mit ihren Sprösslingen zusammen ab in die Tiefen der weit, weit entfernten Galaxie ... 

Sabine Mahnel
13.03.2017

 
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Das Buch:

Star Wars - Galaktischer Atlas. Aus dem Englischen von Dr. Wolfgang Hensel. Mit Illustrationen von Tim McDonagh

Bild: Buchcover Star Wars - Galaktischer Atlas

Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2017
80 S., € 25,00
ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-473-49038-7

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