Medien & Gesellschaft

Alles, was man immer wissen wollte und sich nie zu fragen traute

Viele Dinge werden als große Geheimnisse behandelt, die für Fremde nicht zugänglich sind. Geheimes Wissen kann gefährlich werden, wenn wir etwas erfahren, was nicht für unsere Ohren bestimmt ist. Schließlich heißt es nicht umsonst: Wissen ist Macht. Doch gibt es immer Mittel und Wege, um sich - trotz aller Gefahr - verbotenes Wissen anzueignen. Sei es nun durch das World Wide Web oder unveröffentlichte Schriften offizieller Ämter. Um die mühevolle Beschaffung verbotenen Wissens zu erleichtern, hat Richard Fasten "Das Lexikon des verbotenen Wissens" verfasst.

Der Rezipient begibt sich mit diesem Lexikon auf eine gefährliche Reise des verbotenen Wissens, denn nach dem Lesen ist man zwangsläufig zum Mitwisser geworden. Man erfährt Informatives über Personen wie Helmut Kohl, den historischen Faust und John Lennon. Zwar mögen dem einen oder anderen Einzelheiten bereits bekannt sein, aber stehen diese meist nicht auf einem stabilen Fundament, sondern beruhen auf Gerüchten. Insbesondere Geheimorganisationen wie die Freimaurer, Illuminaten und die Templer sind umwoben von Geheimnissen. Der Autor räumt mit vielen Legenden auf und legt eindeutige Beweise vor, dass beispielsweise Wolfgang Amadeus Mozart, Charles Lindbergh, Johann Wolfgang von Goethe, Oscar Wilde und Clark Gable berühmte Freimaurer waren. Neben diesen Informationen gibt Fasten auch praktische Tipps, wenn er beispielsweise eine Anleitung für den Bau einer sehr effektiven Stinkbombe preisgibt - da die Anleitung zum Bau einer Atombombe inzwischen aus dem Internet verschwunden ist und für den Autor nicht mehr zugänglich war. Und dann sind da noch Fragen nach dem Alter einer Frau, Rätsel in der Bibel und den Religionen, die in diesem Buch mal mehr, mal weniger ausführlich beantwortet werden.

Dies mag nur ein kleiner Ausschnitt sein, welche Rätsel sich für den Rezipienten im "Lexikon des verbotenen Wissens" lösen, sodass man sein Wissen erfolgreich vermehren kann. Mit einer nonchalanten Sprache führt Richard Fasten den Leser in die Welt der Geheimnisse. Mit einem Augenzwinkern lässt er erkennen, dass nicht alles ganz so ernst gemeint ist, wie es erscheinen mag. Er möchte den Leser unterhalten und dabei indirekt interessantes Wissen vermitteln. Und so schlägt man das Lexikon auf irgendeiner Seite auf und staunt, wenn man liest, dass so mancher Papst nicht nach dem Zölibat lebte, sondern das ein oder andere Kind zeugte.

Susann Fleischer
20.07.2009

 
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Das Buch:

Richard Fasten:
Das Lexikon des verbotenen Wissens

Bild: Buchcover Richard Fasten, Das Lexikon des verbotenen Wissens

München: Knaur Verlag 2009
240 S., € 8,95
ISBN: 978-3-426-78231-6

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