Wissenschaften
Leuchtende Nebel, funkelnde Sternhaufen, dunkle Geheimnisse, mit Panoramafotos
Die Geschichte der Astronomie beginnt bereits vor Urzeiten; zum Beispiel dargestellt in altsteinzeitlichen, rund 20.000 Jahre alten Wandmalereien in der Höhle von Lascaux, in denen vielleicht die Plejaden, der Tierkreis und der Sommerhimmel dargestellt sind. Die erste Mondfinsternis, deren Beobachtung angeblich überliefert ist, ist diejenige vom 17. Januar 3380 v. Chr., die von den Maya in Mittelamerika aufgezeichnet worden sein soll. In China wurde die erste Sonnenfinsternis im Jahre 2137 v. Chr. aufgezeichnet. Trotz weitere (Er-)Forschung der Sterne sind bisher nur wenige Fragen tatsächlich beantwortet. Ein Großteil des Universums ist uns noch immer ein Rätsel. Aber eines, dem Thorsten Dambeck in "Sternenwelten - Glanzlichter der Galaxis" bildgewaltig nachgeht.
Dieser prachtvolle Band beleuchtet unsere kosmische Heimat: die Sterne der Milchstraße. Wie viele Sterne besitzen eigene Planeten? Können Sterne die Erde gefährden? Und was wissen wir dank Stephen Hawking über die bizarren Schwarzen Löcher? Hinter dem Funkeln am Nachthimmel verbergen sich abenteuerliche Geschichten und atemberaubende Bilder. Doch die Welt der Sterne bietet nicht nur glanzvolle Ansichten, sie steht auch im Fokus der Forschung. Die Mission der Weltraumsonde Gaia erbrachte spektakuläre neue Erkenntnisse über unsere Galaxis, die der renommierte Wissenschaftsjournalist Thorsten Dambeck fundiert und unterhaltsam vermittelt. Ein faszinierender Bildband mit einzigartigen Panoramafotos.
Warum man das vorliegende Buch unbedingt kaufen sollte, um es noch auf dem Heimweg durchzublättern, auf (fast) jeder Seite anzuhalten und die Bilder zu bertrachten, bis einem der Mund offensteht und noch weitaus länger? Vielleicht zum Beispiel deshalb:
- unendliche Weiten
- spektakuläre Bilder des Universums
- mit einzigartigen Panoramafotos
- ein Bilderbuch für Große
All das in sechs spannenden Kapiteln. Da sind "Das funkelnde Firmament" (Sternbilder mit Helden, Königinnen, Tieren und Ungeheuern), "Die Vielfalt der Sterne" (von roten Riesen bis zu weißen Zwergen), "Geboren aus Gas und Staub", "Die Lebenswege der Sterne" (prächtige Nebel, Neutronensterne oder Schwarze Löcher), "Das bewegte Leben der Galaxis" und "Ausblick zu den Galaxien" (Kollisionen und Verschmelzungen von Galaxien). Zu entdecken gibt es hier jede, jede Menge!
Wissenschaft, die so sehr begeistert, dass es einen glatt vom Hocker haut - (fast) nichts ist so aufregend, und zwar sowohl fürs Auge als auch für das Gehirn, wie das Universum und seine Sternenwelten. Dass es davon eine riesige Zahl gibt (allein die Milchstraße besteht aus schätzungsweise 100 bis 300 Milliarden Sternen, im beobachtbaren Universum gibt es schätzungsweise bis zu 2 Billionen Galaxien), wird im Buch von Thorsten Dambeck nicht nur visuell deutlich. Zwischen zwei Buchdeckeln steckt außerdem eine Fülle an Informationen, die einen klüger machen. Der Autor verfällt dabei nicht in Fachsimpelei, sondern nimmt Leser jeden Infostandes mit: Egal, ob Laie oder Experte - hier wird man endlich fündig! Selbst dann, wenn man eigentlich gar nicht auf der Suche ist.
Wie spannend Sachliteratur sein kann, das beweist uns Thorsten Dambeck mit "Sternenwelten - Glanzlichter der Galaxis". Schade, dass Naturwissenschaften in der Schule eher seltenst so toll waren wie mit dieser Neuerscheinung. Diese lädt ein, auf Erkungstour durchs Weltall zu gehen; und das von der heimischen Couch aus. Ähnliches gelingt höchstens noch hochwertigsten Bildbänden zu hohen Preisen. Der hier vorliegende ist ein adäquater Ersatz für nicht einmal 17 Euro. Was will man mehr?!?
Susann Fleischer
17.11.2025
