Hrbcher

Ein antiker Mythos modern interpretiert

Alles beginnt mit einem goldenen Apfel, den der trojanische Prinz Paris der sch?nsten G?ttin im Olymp ?berreichen soll. Um den Wettstreit f?r sich zu entscheiden, ?berbieten sich Hera, Athene und Aphrodite gegenseitig in ihren Versprechungen, was Paris bekommt, sollte er sich f?r sie entscheiden. Schlie?lich geht Aphrodite als Siegerin hervor, die dem Prinzen die Hand der wundersch?nen Helena, Gattung von Menelaos, dem m?chtigen K?nig von Sparta, verspricht. Der Grundstein f?r den Trojanischen Krieg ist gelegt, denn Paris entf?hrt seine zuk?nftige Braut und zieht damit den Unmut von Menelaos auf sich. 

Als der K?nig von Sparta gen Troja zieht, muss auch Odysseus seine Frau und den Sohn verlassen, um Heerf?hrer Agamemnon in den Krieg zu folgen. Zehn Jahre des Kampfes, der Verluste und der Einsamkeit sollen den Griechen bevorstehen, in denen sie stets bef?rchten m?ssen, dass sie auf dem Kriegsschauplatz ihr Leben lassen und nie wieder in ihre Heimat und damit zu ihren Familien zur?ckkehren. Und nicht nur auf Seiten der Spartaner sind Verluste zu verzeichnen, auch die Trojaner werden langsam schw?cher und sind des K?mpfens m?de. Und doch denkt niemand daran aufzugeben. Eine entscheidende Wende bringt eine kluge List von Odysseus: Mit Hilfe eines riesigen Holzpferdes, in dessen Bauch sich die Griechen verbergen, will der Kriegsheld in Troja eindringen und in der sp?ten Nacht, wenn alle schlafen, die Gegner innerhalb der Stadtmauern ?berfallen. Und der Plan gelingt. Troja wird von den Griechen vernichtet! 

Nach zehn Jahren der Abwesenheit freut sich Odysseus auf nichts mehr, als seine Frau und seinen Sohn endlich wieder in die Arme schlie?en zu k?nnen. Doch die G?tter sind dem Kriegshelden nicht hold und sie bestrafen ihn f?r den Untergang Trojas. Nachdem er sieben Jahre auf einer Insel gefangen gehalten wurde, darf Odysseus sich auf dem Weg nach Sparta machen. In der Zwischenzeit macht sich sein Sohn Telemachos, der inzwischen zu einem jungen Mann herangereift ist, auf die Suche nach seinem Vater. Und es z?hlt jede Sekunde, denn lange kann sich Penelope nicht mehr gegen die vielen Freier wehren, die seit vielen Jahren die Hand der spartanischen Prinzessin zu gewinnen versuchen. Erst wenn Odysseus wieder zur?ckkehrt, kann Penelope sich wieder ihres Lebens erfreuen und einer frohen Zukunft entgegensehen. Doch noch ist es nicht soweit und Odysseus steht noch ein langer Weg bevor. 

Hertha Kratzer bewies bereits mit Kinderb?chern wie "Die Nibelungen", "K?nig Artus und die Ritter der Tafelrunde" und "Richard L?wenherz", dass antike (und sagenhafte) Stoffe besonders f?r Kinder ein Hort der Fantasie sind, die ihnen zugleich ein St?ck Geschichte, vermischt mit Mythologie, nahebringen. Auch mit "Die Irrfahrten des Odysseus", dem griechischen Epos von Homer, gelingt es Kratzer, einem Werk, das im 8. Jahrhundert v. Chr. seinen Ursprung hat, ein moderne Note zu verleihen und so selbst f?r lesefaule Kinder ein au?ergew?hnliches H?rerlebnis zu schenken. 

Die Geschichte ist nur die eine Seite eines gut gemachten H?rbuches. Die Wahl des Sprechers die andere. Mit der Entscheidung, Christoph Grissemann den mythologischen Stoff vortragen zu lassen, liegt der Ueberreuter Verlag goldrichtig. In 244 Minuten gelingt es dem ?sterreicher die Verzweiflung der Griechen ebenso ?berzeugend vorzutragen wie den freudvollen Moment des Sieges. Es ist, als erlebe man jene Ereignisse, die l?ngst vor unserer Zeit stattfanden, auf ein Neues mit und k?mpfe an der Seite des Odysseus um den Sieg. Damit geraten die vier Stunden des H?rens zu einer Kurzweile, die Antike geschickt in die Moderne bringt. 

Susann Fleischer 
26.07.2010

 
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Das Buch:

Hertha Kratzer: Die Irrfahrten des Odysseus. Der Kampf um Troja

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Sprecher: Christoph Grissemann
Wien: Ueberreuter Verlag 2010
Spielzeit: 244 Min., 9,95
ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-8000-8057-1

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