Hörbücher
Ein kleiner Junge und sein Erlebnis mit "Magie"
Moritz ist mit seinen Eltern und der kleinen Schwester in eine neue Stadt gezogen. Die Mutter muss beinahe täglich bis spät abends arbeiten, und Moritz schlägt sich in der Schule mit unliebsamen Mitschülern herum. Er fühlt sich nicht heimisch. Doch eine Wende erfolgt, als Leopold Röslein eines Tages auf der Bildfläche erscheint.
Moritz wartet nach Schulschluss im Hausflur auf seinen Vater. Doch dieser kommt und kommt einfach nicht. Stattdessen tritt Herr Röslein plötzlich in den Hausflur und macht es sich dort mit Moritz gemütlich. Um den Jungen von seinen Sorgen abzulenken, erzählt der ältere Herr Moritz die Geschichte von Cicero, dem Elefanten. Dieser lebte einst mit in diesem Haus, wurde dann allerdings im Zoo untergebracht. Doch ist dies nicht die einzig fantastische Erzählung von Herrn Röslein. Zusammengeschweißt durch diesen Nachmittag freunden sich die beiden an und erleben viele Abenteuer: Sie suchen den Parktiger, besuchen Cicero im Zoo oder unternehmen einen kurzen Ausflug nach Afrika. Doch eines Tages müssen sich die beiden voneinander trennen, denn Herr Röslein muss noch anderen Menschen helfen.
"Herr Röslein" ist ein Hörspiel, das die Fantasie der Kinder anregt. Man begibt sich mit den beiden Abenteurern auf Entdeckungstour und kann sich dieser einmaligen Atmosphäre nicht entziehen. Herr Röslein zeigt als "Problemlöser" Möglichkeiten auf, wie sich Menschen ändern können. Ein Beispiel ist hierfür der schlecht gelaunte Chef von Moritz‘ Mutter, der seinen Mitarbeitern keinen Urlaub gönnt und sie immer wieder Überstunden machen lässt. Indem Herr Röslein sein Zaubersalz anwendet, ändert der Chef seine Lebensweise auf drastische Weise. Die begleitende Musik trägt zu der zauberhaften Stimmung bei. Doch geht der Bezug zur Wirklichkeit nicht verloren. Eher im Gegenteil: Die Fantasie zeigt neue Auswege für Probleme in der Realität auf, die zuvor unlösbar schienen. Die sympathische Gestaltung der Hauptfiguren trägt weiterhin zur Identifikation bei. Leider ist die Geschichte viel zu schnell zu Ende und man wünscht sich, dass Herr Röslein nie fortgehen würde.
Susann Fleischer
14.04.2009







