Hrbcher

Eine (Liebes-)Geschichte voller Emotionen und mitreiender Leidenschaft

Lucy und Gabe begegnen sich mit Anfang zwanzig in einem Shakespeare-Seminar. Es ist der Tag, der ihr Leben für immer verändert. Es scheint fast so, als habe sie das Schicksal zusammengeführt. Und so lassen sie sich ein auf diese erste große Liebe. Sie werden ein Paar und führen mehrere Jahre eine glückliche Beziehung. Doch beide haben auch eigene Wünsche, die sie mehr und mehr auseinandertreiben. Lucy beginnt bei einem TV-Sender in New York eine Karriere, während Gabe als Fotograf in die gefährlichsten Krisengebiete reist und mit seinen Bildern vom Krieg berichtet. In den folgenden dreizehn Jahren, nach ihrer Trennung, verändert sich ihr ganzes Leben. Nur eines bleibt gleich: ihre tiefen Gefühle. Aber ist das genug, um sie für immer aneinander zu binden?

Bei einem Urlaub am Meer begegnet Lucy Darren. Nach vielen, vielen Dates kommen sie zusammen. Mit Darren an ihrer Seite wagt Lucy viele große Schritte im Leben: Nach zwei Jahren ziehen sie in eine Wohnung, sie schaffen sich ein Haustier an und heiraten schließlich. Lucy fühlt sich zufrieden, jedoch kann sie Gabe nicht vergessen. Nicht einmal, als sie mit Darrens Kind schwanger ist. In Gedanken, und oftmals auch mit dem Herzen, ist Lucy bei Gabe. Sie vermisst ihn schmerzlich. Aber er ist weit entfernt irgendwo im Nahen Osten und führt dort ein Leben, das so ganz anders ist als ihres. Als Gabe in seine Heimat zurückkehrt, ist es wie damals und auch nicht. Die Leidenschaft zwischen ihnen entbrennt erneut. Aber eine Zukunft zu zweit scheint ihnen verwehrt ...

Literatur, in die man sich nach wenigen Sätzen einfach verlieben muss - "Was bleibt, sind wir" ist Balsam für die Seele. Autorin Jill Santopolo und Annina Braunmiller-Jest verführen uns zu einem Hörerlebnis der besonders berührenden Sorte. Was man hier auf die Ohren kriegt, ist Erzählkunst zum Niederknien. Mehr als sechs Stunden lang lauscht man der Geschichte und weint nach wenigen Spielminuten bereits regelrecht Sturzbäche von Tränen. Für die Lesungen der deutschen Schauspielerin braucht man besser mehrere Packungen Tempos. Vorsicht, Taschentuch-Alarm! Beim Lauschen verliert plötzlich alles seine Bedeutung. Es zählt einzig und allein dieses unfassbar schöne Hörvergnügen sowie Braunmiller-Jests Stimme. Diese nimmt einen gefangen wie nichts anderes.

Jill Santopolo lässt mit "Was bleibt, sind wir" kein Auge lange trocken. Die Story bedeutet großes Gefühlskino wie aus der Feder eines David Nicholls. Ihre Romane drohen einem das Herz zu brechen. Sprecherin Annina Braunmiller-Jest sorgt für Emotionen im Übermaß. Solch betörend-schönste Unterhaltung wie mit deren Lesungen kriegt man seltenst auf die Ohren. Diese bedeuten Poesie und außerdem Hörgenuss pur. Und sie machen zugleich unfassbar glücklich. Seufz!

Susann Fleischer
19.03.2018

 
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Das Buch:

Jill Santopolo: Was bleibt, sind wir. Aus dem Amerikanischen von Carola Fischer

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Sprecherin: Annina Braunmiller-Jest
Mnchen: Random House Audio 2018
Spielzeit: 382 Min., 14,99
ISBN: 978-3-8371-3976-1

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