Romane

Gott wei die Antwort

Gibt es Gott wirklich oder ist das Leben ein einziger Zufall und wir Menschen dessen Produkt? Eine Frage, auf die man partout keine Antwort zu finden vermag. Dieses Rätsel ist auch nicht sonderlich leicht zu lösen, denn seit Jahrhunderten stehen sich Religion (Schöpfungslehre) und Naturwissenschaften (Evolution) im Kampf gegenüber und bekriegen sich vehement. Vielleicht gelingt es aber Daniel von Arx. Der Protagonist in Max Meyers utopischen Roman "Jenseits dieser Zeit" wird zu dem Schauplatz eines Verbrechens geschickt und mit den Ermittlungen beauftragt. Bei den Recherchen entdeckt er Szenen, die sich in verschiedenen Jahrhunderten abgespielt haben, und erfährt von Vorgängen in der Vergangenheit, die an seinem Geschichtsbild rütteln.

Zugleich wird ihm vor Augen geführt, was die Welt in den vergangenen Jahrmillionen durchlebt hat. Vom Urknall bis heute - Daniel von Arx tritt eine Reise an, die ihn zum Staunen bringt und alles in Frage stellt, woran der junge Mann bislang geglaubt hat. Die Relativitätstheorie und die Quantenphysik sind nur zwei Themen, mit denen der "Ermittler" konfrontiert wird und die er endlich zu begreifen beginnt. Plötzlich glaubt von Arx an Zeitsprünge und versteht, wie diese physikalisch funktionieren. Die biblische Schöpfungsgeschichte versus die darwinische Evolutionstheorie - von Arx wird mit den wichtigsten Fragen des Lebens konfrontiert und muss feststellen, dass er auch bei der intensivsten Suche keine Antworten finden wird. Zum Schluss bleibt einzig: "Könnten wir Menschen es selbst gewesen sein, die aus der Zukunft den Fortschritt gesteuert haben?"

Dieses Buch liest sich wie ein Science-Fiction-Thriller - nur dass "Jenseits dieser Zeit" mehr Wahrheit in sich trägt als die Werke von Jules Verne und Co. und teilweise auch spannender zu erleben ist. Max Meyer schafft mit seinem Roman ein unglaubliches Vergnügen, das so unterhaltsam daherkommt wie ein gelungener Krimi, aber auch komödiantische Elemente besitzt. Die Lektüre ist eine Mischung aus (literarischer) Fiktion und Wissenschaftlichkeit, sodass nicht nur alle Sinne, sondern auch das Köpfchen von diesem Genuss angesprochen wird. Dieses Buch ist für Leser jeder Couleur ein unbedingtes Muss, denn es bietet ein leidenschaftliches Drama - ohne allerdings sich zu sehr an Emotionen aufzuhalten.

Anja Rosenthal 
02.04.2013

 
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Das Buch:

Max Meyer: Jenseits dieser Zeit. Eine utopische Begegnung mit Gott

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Frankfurt am Main: August von Goethe Literaturverlag 2012
306 S., 25,80
ISBN: 978-3-8372-1019-4

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