Romane

Science-Fiction von solcher Genialitt, dass es einen glatt vom Hocker haut

Irgendwann in ferner Zukunft: Die Menschheit ist in die Weiten des Alls aufgebrochen und hat unzählige Welten kolonisiert. Dabei haben die Siedler immer wieder auf Genmanipulation und Cyber-Implantate zurückgegriffen, um sich den jeweiligen Gegebenheiten perfekt anpassen zu können. Vor hundert Jahren traten die Sturm in Erscheinung, Terroristen, die diese Veränderungen ablehnen und sich selbst als die "wahren Menschen" bezeichnen. Nach einem blutigen Krieg mit Millionen Opfern konnte der Sturm ins Dunkel zwischen den Sternen verbannt werden. Der Feind war zwar besiegt, aber nicht geschlagen. Während die Galaxis immer nachlässiger wurde, bereiteten die Sturm sich auf ihren verheerendsten Angriff vor. Mit einem Schlag zerstörten sie die Verteidigungsanlagen und Raumflotten, töteten wahllos.

Die Menschheit steht am Rande der Vernichtung, als die hochdekorierte Lucinda Hardy das Kommando über das letzte Schiff der Königlichen-Armadalischen Raumflotte übernimmt. Mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus Soldaten, Gaunern und Adeligen will sie sich den Sturm entgegenstellen. Wenn sie versagt, ist das Schicksal der Galaxis besiegelt. Fünf Helden wider Willen machen sich auf, die Bedrohung aus den Tiefen des Alls aufzuhalten. Da sind neben Lucinda der mürrische Astroarchäologe McLennan, Sephina, die gerade mit ihrer Bande den Kopf eines Yakuza-Chefs nach Codes scannt, Booker, der auf seine Hinrichtung wartet, bei der seine Seele endgültig gelöscht werden soll, und Alessia, die anstatt mit ihren Freunden spielen zu dürfen das langweilige Prinzessinnenleben führen muss ...

SciFi auf höchstem Niveau - will man ein besonders aufregendes Weltraum-Abenteuer erleben, sollte man unbedingt zu einem Buch von John Birmingham greifen. Denn diese bedeuten ein Erlebnis mit "Wow!"-Effekt. "Die kalten Sterne" hat Potenzial zum Bestseller wie die Werke aus Frank Herberts Feder. Während der Lektüre vergisst man nicht nur das Atmen, vor lauter Staunen über Birminghams Erzählkunst bleibt einem über viele Stunden lang sogar der Mund offenstehen. Man verliert sich mit allen Sinnen in der Handlung, möchte gar nicht mehr in die Realität zurückkehren. Birmingham hat's echt drauf, seine Leser aufs Beste zu unterhalten. Seine Geschichten sind einfach nur der Wahnsinn zwischen zwei Buchdeckeln; und seine neueste gar ein Geniestreich. Chapeau und größten Respekt vor dieser Meisterleistung!

John Birmingham schreibt Science-Fiction-Literatur in der brillantesten Kinoqualität eine Hollywoodblockbusters. Seine Romane gehören zu den absoluten Highlights im Leben jeden Lesers. Es gibt kaum eine grandiosere Lektüre als "Die kalten Sterne". Die Story ist spannend, mitreißend und ganz und gar überraschend. Diese begeistert ab dem ersten Satz und beweist: Der australische Autor ist einer der besten seines Fachs. An sein schriftstellerisches Können reichen nur die wenigsten heran, sogar maximal eine Handvoll der Altmeister des Sci-Fi-Genres.

Susann Fleischer 
29.03.2021

 
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Das Buch:

John Birmingham: Die kalten Sterne. Aus dem australischen Englisch von Maike Hallmann

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Mnchen: Heyne Verlag 2021 544 S., 14,99 ISBN: 978-3-453-32077-2

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