Romane

Seufz , ganz groes Gefhlskino zwischen zwei Buchdeckeln

Ted schreibt Drehbücher und lebt in Los Angeles. Lily ist eine kleine Dackeldame und seit zwölf Jahren untrennbar mit Ted verbunden. Kennengelernt haben sie sich auf einer Farm, als Lily erst wenige Wochen alt war. Für beide war es Liebe auf dem ersten Blick. Viele Abenteuer haben die beiden gemeinsam bestanden, so manche Herausforderung gemeistert und sind durch die Höhen und Tiefen des Lebens miteinander gegangen. Lily ist die witzigste und charmanteste Begleiterin, die es für Ted nur geben kann, quasi seine beste Freundin, Lebensgefährtin, Trösterin und Spielkameradin. Sie war da, als sich Ted von seinem Freund Jeffrey trennte, weil dieser ihn belogen und betrogen hat. Doch dann wird Lily schwer krank. Beim Gassigehen entdeckt Ted den Oktopus.

Er sitzt auf ihrem Kopf und ist weder durch gutes Zureden noch Drohungen bereit, zu verschwinden. Der ungebetene Gast hat sich eingenistet, fühlt sich wohl und wächst und gedeiht. Er bedroht Lily und Ted ist nicht bereit, das zu akzeptieren. Er wird Lily nicht dem Oktopus überlassen. Der Oktopus muss weg. Und auch wenn Ted weiß, dass er kaum eine Chance hat, zieht er in den Kampf gegen seinen ärgsten Feind. Ted und Lily begeben sich auf ihre letzte große gemeinsame Reise - und Ted begreift, dass die Liebe uns mitunter allen Mut abverlangt, den wir haben. Im Laufe der nächsten Tage durchleben Ted und Lily ein Wechselbad der Gefühle. Und erinnern sich an glücklichere Zeiten. Aber der Moment des Abschieds rückt langsam, aber unaufhaltsam immer näher ...

Literatur kann so schön, so herzzerreißend schön sein - kaum "Lily und der Oktopus" zu lesen begonnen, droht einem das Herz zu brechen. Und zugleich macht es wilde Freudenhüpfer. Steven Rowley schreibt seine Romane mit jeder Menge Humor und noch mehr Emotionen. Während der Lektüre des vorliegenden braucht man gleich mehrere Packungen Taschentücher. Und nach dem Weglegen hat man so gute Laune wie selten zuvor im Leben. Der US-amerikanische Autor schreibt Geschichten zum Niederknien gut. Ihm gelingt ein Leseerlebnis ohnegleichen. Man kann nicht anders, als sich Hals über Kopf in die Story und außerdem in Ted und Lily zu verlieben. Solch grandiose Unterhaltung findet man nur selten zwischen zwei Buchdeckeln, höchstens noch bei einem Graeme Simsion.

"Lily und der Oktopus" ist definitiv das berührendste Debüt dieses Jahres. Steven Rowley erzählt witzig-spritzig, emotional und zärtlich von Ted und seiner Dackeldame Lily. Ab der ersten Seite heult man hier regelrecht Sturzbäche von Tränen. Und nach dem letzten Satz hat man ein breites Grinsen auf den Lippen. Leseglück pur! Einfach Balsam für Herz und Seele!

Susann Fleischer
19.06.2017

 
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Das Buch:

Steven Rowley: Lily und der Oktopus. Aus dem Amerikanischen von Sibylle Schmidt

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Mnchen: Goldmann Verlag 2017
352 S., 18,00
ISBN: 978-3-442-31433-1

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