Krimis & Thriller

Herrlichst amüsant-spannende Krimiunterhaltung für Fans von Agatha Christie

Bishop´s Lacey/England, Juni 1952: Ein halbes Jahr ist vergangen, seit Flavia de Luces Vater unerwartet verstorben ist. Noch immer leidet die Zwölfjährige fürchterlich unter seiner Abwesenheit. Da schneit Tante Felicity aus London in Buckshaw herein, angeblich um die Wogen zu glätten. Dabei verfolgt Felicity ganz andere Pläne: Sie will das Familienanwesen verkaufen, Flavias Schwester Feely soll ihren Verlobten Dieter baldmöglichst heiraten, Daffy in Oxford Englisch studieren, Flavia hingegen in der Hauptstadt ihr Dasein fristen. Zuvor allerdings gehen Flavia, Feely und Daffy auf große Ruderbootsfahrt. Mit von der Partie ist der treue Diener Dogger. Gemeinsam schippern die vier die Themse hoch und runter, bis es kommt wie es kommen muss und Flavia zufällig die Bekanntschaft mit einer Wasserleiche macht.

Der tote Mann ist in blaue Seide gehüllt und trägt einen einzelnen roten Ballettschuh. Als auch noch drei Klatschtanten in der ortsansässigen Kirche dran glauben müssen, läuft Flavias zauberhafte Spürnase erneut zu Hochtouren auf. Unfall? Suizid? Oder etwa doch Mord? Flavia kann einmal mehr das Ermitteln nicht sein lassen und begibt sich, zusammen mit Dogger an ihrer Seite, auf die Suche nach einem Täter. Und das, obwohl der Dorfpolizist einiges drauf hat. Aber so gut wie Flavia im Entschlüsseln verwirrender Hinweise ist er ganz bestimmt nicht. Schließlich ist Flavia auch außerhalb ihres Heimatstädtchens nicht grundlos berühmt-berüchtigt. Schon bald hat sie eine heiße Fährte, ist dem örtlichen Wachtmeister immer eine Spur voraus. Flavia schnappt jeden Verbrecher. Möge er auch noch so raffiniert sein ...

Krimiliteratur, die amüsant, amüsanter, am amüsantesten ist - es gibt kein tolleres, herrlicheres Lesevergnügen als Alan Bradleys Bücher. Diese sind die reinste Krimiwundertüte: randvoll gefüllt mit spritzigstem Wortwitz, ganz viel britischem Charme, fesselnder Spannung und skurriler Einfälle. Nachwuchs-Detektivin Flavia de Luce macht selbst gestandenen Ermittlern wie Sherlock Holmes und Co. ordentlich Konkurrenz. Wer sie noch nicht kennt, hat die Welt verpennt. "Der Tod sitzt mit im Boot" begeistert einfach jeden über alle Maßen. Beim Lesen droht man glatt von der Couch zu plumpsen. Der kanadische Autor sorgt für strahlende Gesichter. Kaum seine Werke aufgeschlagen, kann man gar nicht anders, als so breit zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Und man kriegt sich vor lauter Lesespaß gar nicht mehr ein.

Wenn Flavia de Luce ermittelt, hält es partout niemanden vor lauter Lesefreude auf der Couch. Ihre Fälle sind ein absoluter Krimihit, definitiv ein Knaller, der alles andere glatt in den Schatten stellt. Während der Lektüre von Alan Bradleys Romanen amüsiert man sich aufs Herrlichste. Diese bringen den Leser schier zum Ausflippen. "Der Tod sitzt mit im Boot" bereitet so großen Spaß, dass es einen glatt umhaut. Und es ist einem ganz schwindelig ob solch genialer Krimiunterhaltung bis zum letzten Satz. Dieses Lesevergnügen ist einfach nicht zu toppen!

Susann Fleischer
06.08.2018

 
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Das Buch:

Alan Bradley:
Flavia de Luce. Der Tod sitzt mit im Boot. Aus dem Amerikanischen von Katharina Orgaß

Bild: Buchcover Alan Bradley, Flavia de Luce. Der Tod sitzt mit im Boot

München: Penhaligon Verlag 2018
352 S., € 20,00
ISBN: 978-3-7645-3114-0

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