Erzhlbnde & Kurzprosa

Fantasyliteratur war niemals schner als mit Tolkiens Bchern

Zwei der größten Mächte Mittelerdes stehen sich gegenüber: Morgoth, die Verkörperung des Bösen, und Ulmo, der Herr der Meere, Seen und Flüsse unter dem Himmel. Im Zentrum ihres Konflikts steht die verborgene, geheimnisvolle Elben-Stadt Gondolin. Turgon, König von Gondolin, wird von Morgoth mehr als alles andere gehasst. Seit Langem versucht der dunkle Herrscher, Gondolin zu finden und zu zerstören, aber vergeblich. Doch Morgoth ist nicht gewillt, in seinem Streben aufzugeben. Er will Gondolin in seine Gewalt bringen und die dort lebenden Elben unterjochen. Dem König Gondolins gehen langsam die Kräfte aus, aber ihm bleibt noch ein Funken Hoffnung auf Rettung, durch einen jungen Mann, dessen Mut selbst die kampferprobtesten Elben beeindruckt.

In diese Welt wird Tuor geboren und zum Werkzeug von Ulmos Plan. Von ihm geleitet, macht sich Tuor auf den gefahrvollen Weg nach Gondolin und gelangt in die verborgene Stadt. Kaum dort angekommen, muss sich Tuor dem Schicksal ergeben. König Turgon schlägt alle Warnungen in den Wind. Dafür gibt er Tuor seine Tochter Idril zur Frau. Ihr Sohn ist Earendil, dem es vorherbestimmst ist, einmal der berühmteste Seefahrer des Ersten Zeitalters zu werden. Derweil erfährt Morgoth durch einen eifersüchtigen, gemeinen Verräter, wie er einen vernichtenden Angriff gegen die Stadt führen kann, mit Balrogs, Drachen und zahllosen Orks. Eine Armee macht sich auf, die fürchterliche Mission zu erfüllen, ohne Rücksicht auf Leben. Das Verhängnis nimmt seinen tragischen Lauf ...

Fantasy mit der Wirkung von Drogen - die Geschichten aus J.R.R. Tolkiens Feder versetzen den Leser in einen Rauschzustand, aus dem ihn nichts und niemand zu reißen vermag, nicht einmal für einen kurzen Augenblick oder auch nur Satz. "Der Fall von Gondolin" ist ein alles überstrahlendes Juwel unter den Neuerscheinungen dieses Jahres; definitiv ein Muss in jedem Bücherregal. Dieser Roman übertrifft (fast) alles, was der britische Schriftsteller jemals geschrieben hat. Zwischen zwei Buchdeckeln steckt Unterhaltung, die alle Sinne fesselt und das Herz berührt. Außerdem verführen Tolkiens Worte zu einem unvergesslichen, unvergleichlich schönsten Leseerlebnis. Diese kommen einer Versuchung gleich, der man ab der ersten Seite erliegt. Absolut grandios!

Oft kopiert, doch nie erreicht! Kein anderer Autor kommt an die Fantasy Tolkiens heran. Seine Werke sind von anmutigster, geradezu überwältigender Schönheit bis zum letzten Satz. "Der Fall von Gondolin" gehört zu den Büchern, die man um alles auf der Welt gelesen haben muss. Die Story bietet Spannung, Emotionen und Phantasie der einsamsten Spitzenklasse. Solch ein Märchen ist von großer Seltenheit. Es zeugt von hoher Erzählkunst und Fantasy ohnegleichen. Einfach nur zum Niederknien!

Ebenso betörend wie diese Erzählung sind im Übrigen auch die Illustrationen von Alan Lee. Seine Farbgemälde gehören eigentlich in einem Museum ausgestellt. Diese atemberaubend-schönsten Meisterzeichnungen machen den Betrachter so schwindelig wie kaum etwas anderes. Kurzum: literarisch und künstlerisch besonders wertvoll. Allein wegen dieser sollte man sofort zu nächsten Handlung laufen und "Der Fall von Gondolin" kaufen.

Susann Fleischer
24.09.2018

 
Diese Rezension bookmarken:

Das Buch:

Christopher Tolkien (Hg.): J.R.R. Tolkien: Der Fall von Gondolin. Mit Illustrationen von Alan Lee. Aus dem Englischen von Helmut W. Pesch

CMS_IMGTITLE[1]

Stuttgart: Klett-Cotta Verlag 2018
352 S., 22,00
ISBN: 978-3-608-96378-6

Diesen Titel

Logo von Amazon.de: Diesen Titel können Sie über diesen Link bei Amazon bestellen.