Briefliteratur & Tagebuch

Der Schmerz hat Gabriele Gérard nicht "zerfetzt", wie sie sagt. Die Trauer hat sie nicht stumm gemacht, wie uns pastorale Weisheit immer wieder weismachen will. Gabriele Gérard kennt den inneren wie äußeren Schrei des Schmerzes. Nichts zerfetzte sie, weil sie als Trauernde nicht in Stummheit...  zur Rezension

Zwei Frauen, wie sie, so sollte man zunächst denken, unterschiedlicher nicht sein könnten, lernen sich im Jahre 1921 im Hause Freuds persönlich kennen und schnell wertschätzen – die 60jährige Lou Andreas-Salomé, die mit ihrem intellektuellen Schneid und aufgeschlossenen Wesen erst Nietzsche für sich...  zur Rezension

Dieses Buch ist in verschiedener Hinsicht ungewöhnlich, denn es enthält eine Sammlung von Briefen, geschrieben zwischen 27. September 2002 und 17. Juli 2003, gerichtet an den Leser. Diese sind unterschiedlich lang, die Spanne reicht von wenigen Zeilen bis über mehrere Seiten. In diesen Briefen...  zur Rezension

1962 wird Johanna als gesundes Mädchen geboren. 1964 erfolgt die Pockenimpfung. Das kleine Mädchen erkrankt infolge der Impfung an Encephalitis und aus dem Leben des vormals gesunden Kindes wird das Leben eines Menschen mit einer Behinderung. Johanna bleibt geistig auf dem Stand eines zwei- bis...  zur Rezension

Briefe sind kleine Gucklöcher in fremde Welten. Wer Briefe anderer Menschen liest, verstößt eigentlich gegen ein paar geltende Regeln, doch in diesem Fall ist es durchaus erlaubt. Die Briefe, die Jutta Bauer hier gekonnt ausgewählt hat, sind gegliedert in: Familien-, Kinder- und Reisebriefe,...  zur Rezension

Der Berliner Verlag Wagenbach hat mit der Veröffentlichung der Briefe von Djuna Barnes an Emily Coleman ein Buch herausgebracht, das einem nicht nur tiefe Einsichten in das Leben der sehr verschlossenen amerikanischen Schriftstellerin Djuna Barnes gewährt, sondern das auch durch Birgit Thiels...  zur Rezension

Es gehört zu den seltener gepflegten Angewohnheiten, sich nach dem Tagewerk hinzusetzen und seine Gedanken noch einmal den vergangenen Ereignissen zuzuwenden, ehe man hinausblickt auf das, was am anderen Morgen kommt. Noch seltener ist es, über den eigenen Tellerrand zu blicken und von dem, was...  zur Rezension

Der Horror schlechthin für Eltern ist der Verlust des Kindes. Wie lebt es sich mit dem Wissen, dass das Kind sterben wird, dass es unheilbar krank ist? Wie können Eltern den Alltag ertragen mit dieser Last? Mirjam Heil erzählt von ihrem Sohn Caspar, der gerade einmal sieben Jahre alt wurde. Die...  zur Rezension

Deutschland, 1940–1945. Die Kriegsjahre sind geprägt von zunehmenden Problemen in allen Lebensbereichen, von Not, Kummer, Sorge, Verzicht. Für die Männer, die an den Fronten aufgerieben werden, bilden diese Jahre oftmals eine Kette grausamer Erfahrungen, Angst, Verletzungen, Verwundungen....  zur Rezension

Große Geister werden so recht groß, nicht weil die Nachwelt sie auf passende und unpassende Postamente stellt. In der gewöhnlichen Niedrigkeit des Leibes, die die höchste, nämlich die Würde des Geringsten birgt (wenn man dem Neuen Testament glauben will), bezahlen die nachmals in ihrer Größe...  zur Rezension

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