Briefliteratur & Tagebuch

Durch ihre auersinnlichen Wahrnehmungen kam Licht in ihre verdunkelte Seele

Die österreichische Autorin Herma Schotkovsky-Storfer nimmt in ihrer lyrischen Prosa "Du warst und Du bist" Abschied von ihrer geliebten Schwester, mit der sie - von ihrem Ehemann hatte sie sich scheiden lassen - den Rest ihrer Familie verlor. Groß war daher ihre Trauer, war daher ihr Schmerz.

Zu ihrem Glück geschah das Unglaubliche, dass sie Außersinnliches wahrnahm, mit einer so großen Botschaft, dass in ihrer Seele Licht aufleuchtete. Die Schwester der Autorin war dreifach chronisch krank, und das über Jahre. Sie musste immer wieder ins Krankenhaus. Zu Hause betreute die Autorin sie und pflegte sie nach Bedarf. Ihre ständige Sorge um ihre kleine Schwester und deren Geduld und Dankbarkeit brachten die beiden einander immer näher, sie waren einander in inniger Liebe verbunden. Dementsprechend groß war daher der Schmerz der Autorin, als ihre Schwester starb.

Aber dann geschah das Unglaubliche, dass sie Außersinnliches wahrnahm und darin eine so große Botschaft, dass sie getröstet wurde und ihren Weg durch neues Wissen bereichert, sinngemäß fortsetzen konnte. "Du warst und Du bist" ist ein Buch großer Gefühle. Ein mitreißendes Erlebnis, das die Leserin, den Leser in den Bann zieht, mit einem wohligen Gefühl der Wärme.

Hugo Meyer 
08.04.2013

 
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Das Buch:

Herma Schotkovsky-Storfer: Du warst und Du bist. Langer Brief zum langen Abschied

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Frankfurt am Main: August von Goethe Literaturverlag 2010
80 S., 12,80
ISBN: 978-3-8372-0850-4

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