Medien & Gesellschaft
Wie eine gute Schulbildung gelingen kann
Das Thema Bildung ist wohl eines der meist diskutierten Problemfelder in unserer heutigen Gesellschaft. Es werden endlose Diskussionen ?ber das schlechte Abschneiden bei der PISA-Studie gef?hrt, die Schule wird vor allem in den Medien oft als ein Ort der Gewalt und nicht als Bildungsst?tte dargestellt und die unterschiedlichen Vorstellungen seitens Eltern und Lehrer ?ber die Ausbildung ihrer Kinder beziehungsweise Sch?ler bilden ebenfalls gro?es Konfliktpotenzial.
Die beiden Jesuitenpater Johannes Siebner und Klaus Mertes leisten mit ihrem Buch "Schule ist f?r Sch?ler da. Warum Eltern keine Kunden und Lehrer keine Eltern sind" Aufkl?rungsarbeit, zeigen Problemherde auf und geben gute Ratschl?ge, wie das Bildungssystem verbessert werden k?nnte. Ein Eckpfeiler ihrer Aussagen betrifft die Beziehung zwischen Eltern, Lehrern und Sch?lern. Diese drei Parteien bilden ein "magisches Dreieck" - soll hei?en: Alle drei haben eine bestimmte Position und spezifische Aufgaben in diesem Bildungsgef?ge inne, um das gemeinsame Ziel einer guten Schulbildung zu verwirklichen. Die Autoren machen dabei deutlich, dass es besonders wichtig ist, die Rolle der Eltern und die Rolle des Lehrers nicht zu vermischen.
Johannes Siebner und Klaus Mertes arbeiten beide als Rektoren an Jesuitenkollegs in Deutschland. So verwundert es auch nicht, dass sie die Grundz?ge der P?dagogik des Ignatius von Loyola, dem Gr?nder des Jesuitenordens, in ihrem Buch vorstellen. Begriffe wie Freiheit, Vertrauen, Verantwortung und Gerechtigkeit tauchen immer wieder auf, wenn es um die Umsetzung einer effektiven Schulbildung geht. Ein wichtiger Faktor hierbei ist, dass Lehrer ihren Beruf aus ?berzeugung aus?ben sollten, denn nur so seien Sch?ler zu begeistern und verantwortungsbewusst auszubilden.
"Schule ist f?r Sch?ler da. Warum Eltern keine Kunden und Lehrer keine Eltern sind" richtet sich an all jene, welche sich f?r das Bildungssystem in Deutschland interessieren. Es regt Eltern, Lehrer und auch Sch?ler zum Nachdenken und zur Selbstreflexion an und zeigt auf, wie die aktuelle Bildungssituation nachhaltig verbessert werden k?nnte.
Kathrin Grimm
14.02.2011