Medien & Gesellschaft

Schule - zwischen Lachen, Weinen und Hoffen

Mannigfaltig und multiperspektivisch erzählt die Autorin aus dem bunten Schulalltag. Aber was bedeutet eigentlich die - mal mehr, mal weniger - hochgelobte Schule für die meisten von uns wirklich? Segen oder doch eher Fluch? Und seit wann gibt es diese "Anstalt" - pardon - diese "Einrichtung" überhaupt?

Wortlisten aus Sumer lassen vermuten, dass es die Institution "Schule" schon seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. gibt. Im alten Ägypten war der Schulbesuch nur den Wohlhabenden möglich, da die Kinder der gesellschaftlichen Unterschicht ihren Eltern meist bei der Arbeit helfen mussten. Ein ganz anderes Bild bietet sich uns heutzutage in unseren Breitengraden dar: Zahlreichen Kindern ist die Schule eher eine Last als eine Lust, und das nicht selten voller Frust! Dabei kann die Schule durchaus eine Quelle der Wonne und der Freude sein, wie die Autorin facettenreich und mit einer gehörigen Portion Witz darlegt, was wiederum eine ganz neue Sicht auf das Lernen eröffnet. Dabei sollten wir nie unseren Sinn für Humor verlieren - und das gilt für Schüler wie für Lehrer gleichermaßen.

Dies heißt mitnichten, dass Leistung und Konkurrenz nicht wichtig wären; ganz im Gegenteil: Erst durch den Vergleich, indem wir uns mit anderen "messen", können wir die eigene Leistung, den eigenen Leistungsstand überhaupt "ermessen" - und auf dieser Basis (weiter-)wachsen, uns nach oben strecken, das bestmögliche Potenzial aus uns "herauskitzeln" - zwischen Lachen, Weinen und Hoffen.

Denn die Schule, deren Bildungsauftrag in der Vermittlung von Wissen und Können durch Lehrer an Schüler besteht, sieht sich außerdem vor die herausfordernde Aufgabe der Wertevermittlung gestellt, mit dem Ziel, die ihr anvertrauten Schützlinge nicht nur zu "bilden", sondern sie überdies zu mündigen, sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringenden Persönlichkeiten "heranzubilden". Dies mit gegenseitigem Respekt und in größtmöglicher Freiheit zu bewerkstelligen, ist nicht nur ein kunstvoller Balanceakt, sondern erfordert dazu eine große Portion Geduld, (Selbst-)Vertrauen, Diplomatie und nicht zuletzt - Humor!

"Der Humor ist der sanfte und wohlwollende Wächter des Geistes, der uns daran hindert, uns von dem scheinbaren Ernst des Lebens überwältigen zu lassen." (Charlie Chaplin)
Meine Hochachtung an alle, die sich mit dieser Kunst beschäftigen und es zu gedenken tun!

Alexandra Eryigit-Klos 
29.06.2020

 
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Das Buch:

Karen Fredrich: Schule: Lachen - Weinen - Hoffen

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Offenbach am Main: August von Goethe Literaturverlag 2020 62 S., 10,80 ISBN: 978-3-8372-2333-0

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