Buch des Monats April 2026
Ganz großes Lektürekino, geradezu gemacht für Hollywood
Seit Generationen lebt die Familie der MacBrides auf der entlegenen Schaffarm Meredith Downs in Westaustralien. Es sind gute Zeiten. Bis eines Tages das Schicksal erbarmungslos zuschlägt und ein Unfall alles verändert. Während der Vater und der älteste Sohn ihr Leben verlieren, übersteht der 17-jährige Matthew das Unglück schwerverletzt. Er hat körperliche, aber auch kognitive Beeinträchtigungen. Matthew muss alles neu erlernen: zu sprechen, zu gehen, zu denken. Und doch findet er zielstrebig zurück nach Meredith Downs, zurück zu Mutter und Schwester. Doch es ist ein Kampf! Dann geht abermals ein Bruch durch die Familie: Rose MacBride kehrt ihrer Mutter und ihrem Bruder den Rücken zu und zieht in eine weit entfernte Großstadt. Jedoch ohne dort ihr Glück zu finden!
So vergehen Tage, Wochen und schließlich Monate. Auf der Farm machen sich Geologen breit und stören Matthews Arbeit empfindlich. Dennoch freundet er sich mit Bonnie Edquist an und verliebt sich letztendlich in sie. So wie auch einst Rose, die plötzlich mit einem Baby im Arm wieder vor der Farmtür steht. Nur um wenig später erweiterten Suizid zu begehen. Allerdings überlebt das Baby, wächst zu einem neugierigen Jungen heran. Andy will eines Tages die Welt für sich entdecken. Dein alles andere als leichtes Unterfangen, wenn man die Einöde Westaustraliens gewohnt ist. Trotzdem ist der Junge wild entschlossen; nicht zuletzt auch endlich seinen Vater ausfindig zu machen. Dabei könnte die Wahrheit die Familie MacBride endgültig zerstören ...
Literatur, von der einem ab dem ersten Satz ganz schwindelig wird - M.L. Stedman kann schreiben, dass es einen glatt vom Hocker haut. mit ihren Roman erfährt man einen Genuss ohnegleichen. Nicht nur international trifft "Ein weites Leben" auf positive Resonanz, selbst deutsche Bestsellerautor*innen wie Elke Heidenreich ("Das ist, was man im allerbesten Sinn einen großartigen Schmöker nennt - ich war für Tage darin versunken. [...]Was für ein großer, leuchtender Roman!") oder Dora Heldt ("Mein Buch des Jahres! Ein richtiger Pageturner. Ein ganz großes Lesevergnügen mit einem der schönsten Enden, die ich je gelesen habe. Ich beneide jeden, der dieses Buch noch vor sich hat - solche Bücher gibt es nur alle zehn Jahre.") sind restlos begeistert. Und das vollkommen zu Recht!
Die Lektüre von M.L. Stedmans "Ein weites Leben" ist mit nichts anderem zu vergleichen. Absolut grandios! Ab dem ersten Satz fühlt man sich vom Schreibkönnen der australischen Schriftstellerin einfach nur berauscht. Dieses nimmt alle Sinne gefangen, sodass man von der Welt um sich herum nichts mehr mitbekommt. Ohne jeden Zweifel ein Highlight, ein Juwel im Bücherregal!
Susann Fleischer
07.04.2026
