Romane

Die sehr beeindruckende , sehr berhrende Geschichte zweier Schwestern in Zeiten des Krieges

Über 1,5 Millionen verkaufte Exemplare in den USA, über 17.000 Fünf-Sterne-Rezensionen, große Verfilmung in Vorbereitung - "Die Nachtigall" ist die Entdeckung der letzten Jahre. Kristin Hannah gelingt ein noch nie dagewesenes Leseerlebnis. Es dauert nur wenige Seiten, bis man mit den Tränen kämpft. Auch weil die Worte der Bestsellerautorin reinste Poesie sind. Sie berühren einem tief im Herzen und lassen einen so schnell nicht mehr los - selbst viele, viele Stunden und Tage nach Weglegen des vorliegenden Buches nicht. Solch ein literarisches Meisterwerk ist von Seltenheit und darf auf gar keinem Fall im Bücherregal fehlen. Es ist nämlich das schönste Geschenk, das man dem Leser machen kann. Man kriegt sich kaum ein vor lauter Lesebegeisterung, und das mehr als 600 Seiten lang.

Frankreich, 1939: Nachdem die deutsche Wehrmacht in Polen einmarschiert ist, rücken die Truppen mehr und mehr auch in Frankreich vor. Nur wenige Monate später kapituliert Frankreich. Das Leben für Vianne Mauriac, deren Tochter Sophie und Isabelle Rossignol wird von einem auf den nächsten Tag zu einer ziemlichen Herausforderung, als der junge Soldat Wilhelm Beck auf das Anwesen zieht. Während Vianne froh ist, wieder einen Mann im Haus zu haben, will sich deren Schwester Isabelle nicht damit abfinden, sich mit dem Feind anzufreunden. Sie hofft, dass Général de Gaulle und seine Anhänger die Besatzer besiegen werden. Sie schließt sich schließlich sogar der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen.

Mehr als zwanzig Mal wagt Isabelle den gefährlichen Weg bis nach San Sebastián, um abgeschossene alliierte Piloten in Sicherheit zu bringen. Die 18-Jährige beweist viel Mut. Immer wieder wird sie mit den Schrecken, die ein Krieg so mit sich bringt, konfrontiert. Auch Vianne muss erfahren, was Leid bedeutet. Ihr Gatte fristet in einem Kriegsgefangenenlager sein Dasein; Freundin Rachel wird als Jüdin in ein KZ deportiert; überall herrscht Hunger und Not. Vianne sieht nur einen Ausweg aus der hoffnungslosen Lage: Sie lässt sich auf ein riskantes Spiel mit dem Feind ein. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als Vianne ihren Gast Beck tötet. Sie muss befürchten, von den Deutschen erschossen zu werden, sollte die Wahrheit über Becks "Verschwinden" jemals ans Licht gelangen ...

"Die Nachtigall" von Kristin Hannah ist ein absolutes Leseereignis. So herzzerreißend schöne Unterhaltung hat man definitiv noch nie in die Hand bekommen. Diese Geschichte bedeutet Literatur zum Niederknien. Ab dem ersten Satz ist man vollkommen gefesselt von der Story. Man vergisst die Welt um sich herum. Die US-Amerikanerin ist eine brillante Erzählerin. In ihren Romanen stecken Emotionen pur - und außerdem ganz großes Lesekino. Solch ein mitreißendes Lesevergnügen findet man höchstens noch bei einer Judith Lennox oder einem Jeffrey Archer. Hannahs Bücher gehören an die Spitze der Bestsellerlisten. Denn was hier zwischen zwei Buchdeckeln steht, macht einen schwindelig, berauscht einen regelrecht. Mehr Leseglück, große Gefühle und Spannung findet man nirgends sonst!

Vorsicht: Taschentuch-Alarm! Bei der Lektüre von "Die Nachtigall" weint man ganze Sturzbäche von Tränen. Kristin Hannah kann schreiben, und zwar so gut wie nur wenige andere ihrer Zunft. Sie ist ohne jeden Zweifel eine Meisterin ihres Fachs, eine Schriftstellerin von Weltklasse. Was ihrer Feder entstammt, haut einen glatt um. So viel Lesegenuss macht einen ganz sprach- und atemlos. Damit nicht genug: Hannahs Werke bergen immense Suchtgefahr in sich. Nach nur wenigen Seiten will man unbedingt mehr, mehr, mehr von diesen.

Susann Fleischer
19.09.2016

 
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Das Buch:

Kristin Hannah: Die Nachtigall. Aus dem Amerikanischen von Karolina Fell

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Berlin: Rtten & Loening 2016
608 S., 19,99
ISBN: 978-3-352-00885-6

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