Romane

Der neue Bestseller eines Weltklasse-Schriftstellers, erzählt nach einer wahren Geschichte

Brian, Stan, Josh und Alex kennen sich von der Highschool. Die vier Jungs sind grundverschieden, haben aber alle eine Gemeinsamkeit: Sie träumen von jeder Menge Geld auf dem Konto. Insbesondere Alex verfolgt dieses Ziel mit großer Beharrlichkeit. Schließlich will er nicht sein Leben lang im Trailerpark wohnen. Und er will, dass seine Mutter nicht noch im Rentenalter als Tänzerin in einem zwielichtigen Nachtclub arbeiten muss. Also fasst er einen verwegenen Plan: Mit einem Trick und mit Hilfe seiner "Freunde" will er sich alle Premierenkarten für "Star Wars - Episode I" sichern und diese dann auf dem Schwarzmarkt mit einem Riesengewinn weiterverkaufen. Und tatsächlich gelingt der Coup. Dann legen die Teenager ihr Geld falsch an und verlieren alles.

Nur wenige Monate später treffen sich Brian, Stan, Josh und Alex erneut. Dieses Mal wollen sie es zu Millionären schaffen. Bloß wie? Ganz einfach, indem sie die die besten Geldfälscher werden, die die Welt je gesehen hat. Um dieses Ziel zu erreichen, wagen die vier Jungs so einiges. Sie verlassen Silicon Valley. Brian geht an die Standford University und studiert dort Informatik. Josh macht eine Ausbildung zum Drucker in Deutschland. Alex lässt sich in Atlantic City zum Croupier ausbilden und knüpft Kontakte zur Glücksspielmafia. Und Stan verschlägt es zum Secret Service, der US-Bundespolizei. So vergehen die Jahre und der Plan vom Reichtum nimmt immer konkretere Formen an. Aber es gibt zahlreiche Probleme, die den Freunden schwer zu schaffen machen.

Dann passiert das Unfassbare: Aus einem größenwahnsinnigen Teenagertraum wird Realität. Der "Cash Club" ist geboren. Brian, Stan, Josh und Alex drucken täuschend echte Dollarblüten in unglaublichen Mengen. So viel Falschgeld bleibt nicht unentdeckt. CIA, FBI und die US-Notenbank eröffnen die Jagd auf die besten Geldfälscher der Welt. Ebenso werden die Freunde von so einigen gefährlichen Gangstern wie Don Frank oder dem berühmt-berüchtigten "Maurer" unter Druck gesetzt. Denn natürlich will die Mafia auch ein großes Stück vom Kuchen und nicht nur irgendwelche Krümel. Ehe es sich die vier versehen, stehen sie mit einem Bein im Knast und mit dem anderen in ihrem eigenen Grab ...

Während der Lektüre von "Cash Club" sieht man die Story wie einen Quentin-Tarantino-Film vor dem inneren Auge ablaufen. Und dieser ist mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser als beispielsweise "Pulp Fiction". Ben Berkeley beweist einmal mehr: Er ist ein Geschichtenerzähler, der seinesgleichen sucht; definitiv ein verdammtes Schriftstellergenie. Kaum jemand verfasst solch geniale Romane wie er. Mit diesen bekommt man Unterhaltung der einsamen Spitzenklasse in die Hand. Kein Wunder, dass an ein Weglegen des vorliegenden Buches noch nicht einmal für eine Sekunde zu denken ist. Auch weil man beim Lesen das Gefühl hat, allen vier Protagonisten bis auf den Grund ihrer Seele zu blicken. Und dort ist es beängstigend finster. Also Vorsicht!

Einfach nur der helle Wahnsinn - die Geschichten aus Ben Berkeleys Feder sind jede für sich eine literarische Sensation. Der Autor schreibt gnadenlos fesselnd und außerdem so gut, dass dem Leser nach nur wenigen Seiten von "Cash Club" ganz schwindelig ist. Hier erfährt man ein Lesevergnügen mit "Wow!"-Effekt. Berkeley gelingt zum wiederholten Male ein absolutes Lesehighlight. Und niemand darf sich dieses entgehen lassen.

Susann Fleischer
09.05.2016

 
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Das Buch:

Ben Berkeley:
Cash Club

Bild: Buchcover Ben Berkeley, Cash Club

München: Droemer Verlag 2016
576 S., € 14,99
ISBN: 978-3-426-30490-7

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