Romane

Gefhle zwischen Wien und Brssel ...

"Annabel, das andere Leben" ist bereits Band drei der Romane rund um eine Frau, die versucht, den Sinn des Lebens zu finden und endlich glücklich zu werden.

Im ersten Buch "Annabel, eine unmögliche Liebe" verlässt Annabel ihren Mann Julian, nachdem sie querschnittgelähmt im Rollstuhl sitzt. Sie wird von dem Skirennläufer Georg Mader vor einem tödlichen Aufprall gerettet und findet ein neues Glück.

In der Fortsetzung, "Annabel, eine Obsession", trifft sie ein dramatischer Schicksalsschlag, der in einer schweren Depression mündet. Julian nimmt die Kranke mit auf eine Reise zu den Oberitalienischen Seen, wo Annabel ihm davonläuft. Er folgt ihr quer durch Europa bis in die USA, wo sie bei dem todkranken Arzt Stephen Donelly ein neues Zuhause gefunden hat.

Im jetzt vorliegenden dritten Band "Annabel, das andere Leben" hat Annabel sich mit ihrem oft anstrengenden Leben in der Wiener Society arrangiert. Sie hat einen Mann, dem sie eine gute Frau sein möchte, und einen fünfjährigen Sohn, der ihr ganzes Glück ist. Als sie hört, dass Stephen Donellys Halbschwester Charlotte de Harcourt verstorben ist und ihr Mann und ihr Sohn Philippe, Stephens Neffe, in finanziellen Nöten sind, fährt sie unangemeldet nach Le Verger, dem Sitz des Vicomte Armand de Harcourt in Belgien, und bietet Armand Hilfe an, die sie ihm auch dann nicht entzieht, als er des Mordes an seiner Frau verdächtigt wird.

Mit Hilfe eines Anwaltes und eines Detektivs wird seine Unschuld bewiesen und der wahre Täter verhaftet. Ruhe kehrt ein. Doch nicht nur, dass Julian immer mehr trinkt, Annabel erfährt auch, dass er ein Verhältnis mit einer anderen hat. Und wieder läuft sie davon - diesmal nach Belgien zu Armand de Harcourt. Ist ihre Ehe gescheitert? Und wird sie in Le Verger ein neues Glück finden?

Auch in diesem dritten Band ist kaum etwas so einfach, wie es auf den ersten Blick wirkt. Immer wieder scheint der Ausgang der Geschichte klar - und dann ergeben sich doch wieder neue Ansätze, die alles bisher Vermutete auf den Kopf stellen. Annabel, die noch immer ihrem verlorenen Leben mit ihrem zweiten Mann Georg und ihrer Tochter Christabel nachtrauert, ist hin- und hergerissen zwischen ihrem eigenen Anspruch, Julian eine gute Gefährtin zu sein, und dem Wunsch nach einem ruhigen Familienleben und Treue. Als sie erfährt, dass Julian diese Treue nicht gehalten hat, ist ihr Vertrauen zerstört. Und wieder läuft sie davon ... wie schon so oft. Und wieder ist es an Julian, sie zu suchen und ihr zu folgen. Doch wie lange wird Julian das mitmachen, bevor er Annabel die Quittung präsentiert?

Auf 170 Seiten versteht es die Autorin, den Leser mit ihren Erzählkünsten so zu fesseln, dass er das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Der Stil ist flüssig und klar, durch fehlende ausschweifende Beschreibungen von Äußerlichkeiten bleiben dem phantasievollen Leser alle Vorstellungsmöglichkeiten offen und der Plot erhält ein rasantes Tempo, sodass mancher Leser traurig sein wird, wenn das Buch gar zu schnell ausgelesen ist.

Der Kreis der "Annabel-Fans" wird sich mit diesem dritten Band sicher noch vergrößern!

Hugo Meyer
18.11.2013

 
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Das Buch:

Felicitas Henn: Annabel, das andere Leben. Das Smaragdhalsband

Frankfurt: August von Goethe Literaturverlag 2013
170 S., 14,80
ISBN: 978-3837213027

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