Romane

Ein E-Mail-Roman, der (Leser-)Wünsche wahrwerden lässt

Kate McKenzie hat alle Hände voll zu tun in der Personalabteilung des "New York Journal", denn ihre Chefin Amy - firmenintern SBT (Schreckliche Büro-Tyrannin) genannt - gibt ihr die Anweisung, die allseits beliebte Servicekraft Ida Lopez vor die Tür zu setzen. Als Grund für die fristlose Kündigung gibt sie Lopez´ Weigerung an, bestimmten Mitgliedern der Verlagsleitung das Dessert zu servieren. Zur mittleren Katastrophe kommt es, als Kate wegen unrechtmäßiger Kündigung verklagt wird. Während Amy auf ihr Recht pocht, muss ihre Unterstellte sich mit Anwalt Mitch Hertzog herumplagen. Seine Idee einer eidesstattlichen Erklärung, die Kate vor etwaigen Schwierigkeiten retten soll, wird nicht unbedingt wohlwollend von seiner Klientin aufgenommen. 

Einziger Lichtblick in dieser schweren Zeit ist Freundin Jen, die Kate stets eine wertvolle Stütze war - und nach wie vor auch ist. Nachdem mit High-School-Liebe Dale Schluss war, hat Kate kurzfristig auf Jens Couch eine Schlafstätte gefunden. Und ein Ende ist nicht in Sicht, denn eine bezahlbare Wohnung in New York City ist so selten wie ein Sechser im Lotto mit Superzahl. Und um das Ganze noch zusätzlich auf die Höhe zu treiben, macht Ex Dale sich daran, seine ehemalige Flamme wieder zurückzuerobern. Doch das scheint ziemlich sinnlos, denn Kate entwickelt ein ernsthaftes Interesse an ihrem Anwalt Mitch, der mit allen Wassern gewaschen ist. Und wie stets hat auch hier das Schicksal noch ein Wörtchen mitzureden ... 

Wer die Bücher von Meg Cabot noch nicht kennt, der sollte dies schleunigst nachholen. Die perfekte Gelegenheit bietet sich nun mit "Der will doch nur spielen" - einer romantischen Komödie, die die Liebe in den Mittelpunkt stellt. Die Lektüre lässt den Leser vor Wonne aufseufzen und veranlasst ihn wegen seines peppigen Stils zu anhaltenden Lachanfällen. Typisch Cabot eben! Schließlich geht in ihren Romanen die Lutzie ab. Es ist beinahe unverzeihlich, "Der will doch nur spielen" nicht gelesen zu haben - zumindest, wenn man ein Liebhaber von gutgemachter Chick lit mit Herz, Witz und Einfallsreichtum ist. So bleibt am Ende nur ein Wunsch: Bitte mehr davon! 

Susann Fleischer 
18.07.2011

 
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Das Buch:

Meg Cabot:
Der will doch nur spielen. Aus dem Amerikanischen von Claudia Geng

Bild: Buchcover Meg Cabot, Der will doch nur spielen

München: Blanvalet Verlag 2011
480 S., € 8,99
ISBN: 978-3-442-37567-7

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