Romane

C.E. Bernards Wayfarer-Saga: Fantasykino der Superlative, in bester "Der Herr der Ringe"-Tradition verfasst

Das verschneite Königreich Schur kennt zwei Gesetze: Entzünde in der Nacht kein Feuer, und sprich in der Nacht kein Wort. Und niemals, niemals darfst du in der Dunkelheit singen. Denn sonst folgen die Schatten deinem Lied und werden dich töten. Der Wanderer Weyd weiß von den Gefahren, aber er steht mit der mutigen Bardin Caer vor der fast nicht zu bewältigenden Aufgabe, Feuer in einer Welt zu entzünden, in der Schatten, Albträume und Furcht regieren. Und die einzige Hoffnung, die sie in diesem Kampf haben, ist ein Lied. Weyd ist weit gereist und nun mit Vorräten für einen harten Winter zurückgekehrt. Sein Ziel ist ein verlassenes Posthaus, in dem seine Gefährten auf ihn warten. Einst war dieser Ort ein belebter Umschlagplatz für Reisende, Waren, Geschichten und Lieder. Doch das ist lange her.

Während Weyd in das Posthaus zurückkehrt, kommt es in einem nahegelegenen Dorf zum Massenmord. In der Nacht treten Schatten aus der Dunkelheit hervor und töten fast alle Bewohner. Kein Schwert kann sie aufhalten, kein Schild sie abwehren. Nur zwei Dorfbewohner können entkommen und Weyd und dem König von dem Überfall berichten. Als die königliche Garde am nächsten Morgen, gemeinsam mit Weyd und Caer, im zerstörten Dorf ankommt, begegnen sie einer weiteren Überlebenden, einer schwerverletzten Kräuterfrau. Mit letzter Kraft fleht sie Weyd an, die Türme des Lichts wieder zu entzünden. Nur dann werden die Schatten der Dunkelheit für immer verschwinden. Kurz vor ihrem Tod singt sie ein Lied. Weder Weyd noch Caer ahnen, dass dieses Licht ihre einzige Waffe im Kampf gegen die Schatten sein wird ...

Fantasy, die das Beste vom Besten in der deutschen, außerdem internationalen Literatur ist - C.E. Bernard ist eine Autorin vom Talent einer Kiera Cass oder sogar Trudi Canavan. Ihre Romane sorgen für geradezu ekstatische Ausnahmezustände beim Leser. Diese begeistern vom ersten bis zum letzten Satz, und zwar über alle Maßen. Mit der Wayfarer-Saga kriegt man eines der ganz großen Lektürehighlights des Jahres 2021 in die Hände. "Das Lied der Nacht" zeugt von Magie pur, betörendsten Emotionen und fesselnder Spannung; eine mehr als gelungene Mischung, die man sonst einzig noch in Hollywood-Blockbustern zu finden vermag. Die Autorin kann schreiben, und das so grandios, dass einem regelrecht schwindelig wird. Ähnlich spektakuläre Unterhaltung gelänge nur den wenigsten Schriftsteller(inne)n!

C.E. Bernards Geschichten zu lesen, versetzt den Rezipienten in den genialsten Rausch seines Lebens. Diese sind nämlich die beste Droge im Bücherregal. Die Wayfarer-Saga bedeutet Fantasy, die ihresgleichen sucht. Band eins, "Das Lied der Nacht", raubt einem über viele Stunden, sogar Tage den Atem sowie die Sprache. Hier erfährt man Unterhaltung mit absolutem "Wow!"-Effekt. Es gibt kaum etwas Sensationelleres zwischen zwei Buchdeckeln. Bernards Schreibkönnen haut einen glatt vom Hocker. Denn es ist einfach nur der schiere Wahnsinn!

Susann Fleischer 
06.04.2021

 
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Das Buch:

C.E. Bernard: Das Lied der Nacht. Aus dem Englischen von Charlotte Lungstrass-Kapfer

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Mnchen: Penhaligon Verlag 2021 416 S., 15,00 ISBN: 978-3-7645-3263-5

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