Krimis & Thriller

Dem Tod auf der Spur

Mit ihren 21 Jahren ist Zoe viel zu oft dem Tod begegnet. Die junge Frau ist Bestatterin und hat es wegen ihres eher ungewöhnlichen Berufes jeden Tag mit dem Sensenmann zu tun. Doch als sie einen gewissen Boris und seine zwei Freunde für ihre "letzte Reise" herrichten soll, reißen bei Zoe plötzlich alte Wunden auf. Sie kennt Boris von früher und hat keine guten Erinnerungen an ihn. Vor einigen Jahren versuchte er, sie zu vergewaltigen, und hätte beinahe Zoes Leben zerstört. Nun liegt er vor ihr und sie soll im Auftrag von Boris´ Vater eine Totenmaske von seinem Gesicht anfertigen. Doch dann kommt alles ganz anders: Zoe entdeckt eine seltsame Einstichstelle an Boris´ Körper. Etwas scheint hier ganz und gar nicht zu stimmen.

Sie ist fest davon überzeugt, dass Boris und die beiden anderen nicht Opfer eines tragischen Autounfalls geworden sind, sondern in Wirklichkeit ermordet wurden. Auch Kommissar Leon Strater glaubt, dass hier jemand seine Finger im Spiel hat. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen kann er sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass ausgerechnet Zoe diese Tat begangen haben könnte. Die Bestatterin gerät schon bald in den Kreis der Verdächtigen. Schließlich hat sie mehr als einen Grund, Boris aus tiefstem Herzen zu hassen und seinem Leben ein jähes Ende zu bereiten. Aber ist sie tatsächlich dazu fähig, einen Mord zu begehen? Leon ermittelt und stößt auf eine Spur, die alle bisherigen Beweise in einem anderen Licht erscheinen lässt ...

Mörderisch gute Unterhaltung bis zur letzten Seite - Helene Henke gelingt mit "Totenmaske" Kriminalliteratur vom Feinsten. Nach nur wenigen Buchseiten vergisst man das Atmen und erinnert sich dessen erst daran, wenn dieses Lesevergnügen ein viel zu schnelles Ende gefunden hat. Die deutsche Autorin schafft mit ihren Worten Nervenkitzel, der selbst den "Tatort" glatt in den Schatten zu stellen vermag. Der vorliegende Roman jedenfalls bedeutet Ermittlungsarbeit der allerbesten Sorte. Kein Zweifel: Die Story geht ab wie eine Rakete und fesselt den Leser über viele, viele Stunden. Nach der Lektüre fühlt man sich wie auf Drogen und hat einzig einen Wunsch: bitte mehr von solch einem grandiosen Genuss. Das geht definitiv nicht besser!

Spannender als Helene Henkes "Totenmaske" kann man sich einen Krimi kaum wünschen. Der Roman lässt dem Leser das Blut in den Adern gefrieren und macht diesen absolut sprachlos. Hier jagt ein Gänsehautmoment den nächsten und auch an Schlaf ist nicht mehr zu denken, sobald man mit der Lektüre begonnen hat.

Susann Fleischer
24.03.2014

 
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Das Buch:

Helene Henke: Totenmaske. Kriminalroman

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Mnchen: Droemer Verlag 2013
432 S., 14,99
ISBN: 978-3-426-22632-2

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