Krimis & Thriller

Krimikult zum Lesen

In Bishop's Lacey ist ziemlich der Teufel los, denn die Vorbereitungen zur Fünfhundertjahrfeier der Kirche St. Tancred laufen auf Hochtouren. Dann soll das Grab des Schutzheiligen feierlich eröffnet werden. Doch plötzlich droht diesem Vorhaben ein jähes Ende, als aus heiterem Himmel eine Leiche auftaucht. Mit einem Mal hat die elfjährige Flavia alle Hände voll zu tun. Einen Unfall kann das Mädchen gleich auf dem ersten Blick ausschließen. Bereits seit mehreren Wochen fehlte vom Organisten Mr. Collicutt jegliche Spur, bis er schließlich ermordet in einem Kirchengrab gefunden wird. Flavia stellen sich zwei Fragen: Wer hat den armen Mann ermordet? Und wo sind die Gebeine des Heiligen, die eigentlich in jenem Grab sein müssten? Flavia stürzt sich in die Ermittlungen.

Dabei stößt die Hobbydetektivin mit unheilvollem Hang zur Chemie auf Geheimnisse, die einige der Bewohner von Bishop´s Lacey um jeden Preis unter Verschluss halten wollen. Eigentlich ist der neue Mordfall für Flavia ein Kinderspiel im Vergleich zu all den anderen Problemen, die das Mädchen plagen: Schwester Ophelia gedenkt, demnächst in den heiligen Stand der Ehe zu gehen - alle wissen davon, einzig Flavia nicht - und am Tor des geliebten Familiensitzes Buckshaw hängt seit kurzem ein "Zu verkaufen"-Schild. Wenn Flavia nicht baldmöglichst etwas einfällt, haben sie und die anderen de Luces bald kein Dach mehr über den Kopf. Da ist guter Rat teuer - zumal nach wie vor ein Mord aufgeklärt werden muss. Doch eine Flavia de Luce denkt nicht ans Aufgeben ...

Einen Roman von Alan Bradley in der Hand halten zu dürfen, ist für den Leser das größte Glück überhaupt. Der kanadische Autor kann schreiben - und zwar verdammt gut. Seine Flavia-de-Luce-Serie ist in ganz großer Wurf in der Kriminalliteratur und bedeutet Unterhaltung, für die man glatt einen Mord begehen könnte. "Schlussakkord für einen Mord" ist wie die Vorgänger ein absoluter Kracher. Hier findet man fesselnde Spannung bis zur letzten Seite und Humor, der einfach very charming ist - eben die perfekten Zutaten für einen (Lese-)Genuss, der alles andere in den Schatten zu stellen vermag. Bradleys Krimis besitzen absolutes Kultpotenzial à la Agatha Christie und sind einfach ein Hit. Das ist besser als jede Droge und macht hochgradig süchtig!

Wer Flavia de Luce nicht kennt, hat die Welt verpennt - und sollte dies dringend nachholen. Alan Bradleys Krimis sind nämlich ein Mords(lese)spaß, der wahrlich keine Grenzen kennt und einen glatt umhaut. "Schlussakkord für einen Mord", der fünfte Fall von "Miss Marples Enkelin", ist für den Leser das schönste und beste Vergnügen auf der ganzen Welt.

Susann Fleischer
06.01.2014

 
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Das Buch:

Alan Bradley:
Flavia de Luce. Schlussakkord für einen Mord. Aus dem Englischen von Gerald Jung und Katharina Orgaß

Bild: Buchcover Alan Bradley, Flavia de Luce. Schlussakkord für einen Mord

München: Penhaligon Verlag 2013
352 S., € 19,99
ISBN: 978-3-7645-3099-0

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