Krimis & Thriller

Eines der groen Krimihighlights dieses Jahres: Hochspannung mit groem Gnsehaut-Faktor

Ein Dorf in Schonen, Sommer 1983: Der vierjährige Billy Nilsson jagt im Garten seines Elternhauses einem Kaninchen hinterher und verschwindet spurlos. Die Polizei sucht vergeblich nach dem Kind und legt den Fall schließlich zu den Akten, obwohl der ganze Ort bereits einen Schuldigen auserkoren hat: Tommy Rooth gilt als dringend tatverdächtig. Zwar hat er ein Alibi, wenn auch ein ziemlich fadenscheiniges, aber auch ein Motiv. Doch trotz alle Versuche der Ermittler bleibt Rooth auf freiem Fuß und haut wenige Wochen später nach Rotterdam ab. Er wird niemals wieder gesehen. Auch Billys Leiche wird niemals gefunden. Die Familie zerbricht an dem Verlust. Die Mutter begeht Selbstmord, während der Vater und die Geschwister versuchen irgendwie weiterzumachen.

Zwanzig Jahre später kehrt Billys Schwester, die Therapeutin Vera Lindh, in ihren Heimatort zurück. Ihr Patient Isak hat ihr eine alarmierende Geschichte über einen verschwundenen Jungen erzählt. Zu verstörend sind die Details, die er ihr offenbart. Seine Schilderungen erinnern Vera stark an den Fall ihres kleinen Bruders. Könnte er noch am Leben sein? Um endlich Gewissheit zu haben, was damals wirklich geschehen ist, begibt sich die Mittdreißigerin auf die gefährliche Suche nach Antworten und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Längst nicht jedem im Dorf gefallen ihre hartnäckigen Fragen. Was Vera nicht ahnt: Jemand treibt ein falsches Spiel mit ihr. Die Wahrheit ist viel schrecklicher, als sich Vera in ihren dunkelsten Alpträumen hätte ausmalen können ...

Kriminalliteratur, die spannend, spannender, am spannendsten ist - es gibt nur wenige Schriftsteller vom Kaliber eines Anders de la Motte. Die Romane aus seiner Feder garantieren so manchen Herzinfarkt. "Sommernachtstod" bringt den Leser an seine (gesundheitlichen) Grenzen, und weit über diese hinaus. Ab der ersten Seite muss man hier um sein Leben fürchten. Denn was man mit diesem Buch in die Hände kriegt, ist ein Meisterwerk der Krimikunst, ein ganz heißer Anwärter auf den Krimi dieses Jahres. Vor der Story sollte man sich unbedingt in Acht nehmen, denn die hat es echt heftig in sich. Vorsicht: Gefahr für Ihr Seelenheil! Der Schwede sorgt für Nervenkitzel der einsamsten Spitzenklasse. Seine Werke sind noch besser als ein (Drogen-)Rausch. Adrenalin pur!

Mit "Sommernachtstod" beweist Anders de la Motte zum wiederholtem Male: Er gehört zu Skandinaviens genialsten Krimiautoren, mindestens so grandios wie Jussi Adler-Olsen. Er schreibt absolut mörderisch. Seine Bücher sind an Spannung definitiv nicht zu übertreffen. Nach nur wenigen Sätzen stellt man das Atmen ein, und es verschlägt einem sogar die Sprache. Respekt, wer nach deren Lektüre noch schlafen an!

Susann Fleischer
07.05.2018

 
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Das Buch:

Anders de la Motte: Sommernachtsmord. Kriminalroman. Aus dem Schwedischen von Marie-Sophie Kasten

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Mnchen: Droemer Verlag 2018
432 S., 14,99
ISBN: 978-3-426-30624-6

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