Krimis & Thriller

Jack Reacher - (Thriller-)Kult wie sonst nur noch Lincoln Rhyme oder James Bond

11. März 1997: Elite-Militärpolizist Jack Reacher, u.a. ausgezeichnet mit dem Silver Star, soll verdeckt und ohne offizielle Unterstützung den Mord an Janice May Chapman aufklären und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen. Denn verlässliche Indizien deuten auf einen Soldaten von der nahegelegenen Militärbasis als Schuldigen. Der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier, der gerade von einer geheimen Mission zurückgekehrt und - schlimmer noch - der Sohn eines Senators ist. Reacher soll niemandem auf die Zehen treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln. Und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.

Reacher steht irgendwo in Carter Crossing, Mississippi, vor einem Riesenhaufen an Problemen. Gleich nach seiner Ankunft trifft er auf den örtlichen Sheriff Elizabeth Deveraux, der es nach Gerechtigkeit verlangt und die Geheimnisse verabscheut. Die beiden sind sich nicht sicher, ob sie einander trauen können, arbeiten aber trotzdem zusammen. Da erfährt Reacher, dass Chapman nicht die einzige Tote in neun Monaten ist. Letztes Jahr sind in dem Ort zwei junge Frauen ermordet werden. Auf gleiche Weise: Kehle durchgeschnitten. Deveraux ist mit ihrer Suche nach einem Täter allerdings nicht weitergekommen. Als Reacher davon erfährt, setzt er alles daran, die Wahrheit aufzudecken, während andere nichts unversucht lassen, diese zu begraben ...

Lee Childs Protagonist Jack Reacher gehört zu den ungewöhnlichsten Ermittlern der USA - und außerdem zu den besten, den die Thrillerwelt jemals gesehen hat. Seine Fälle sind so spannend wie nichts anders. Auch "Der letzte Befehl" hat es ordentlich in sich. Hier geht es ab der ersten Seite heftig zur Sache. Man liest nur wenige Sätze, schon schnellt der Puls in gesundheitsgefährliche Höhe. Während der Lektüre bangt man um sein Seelenheil und sogar um sein Leben. Denn der Autor kennt mit uns keine Gnade. Er sorgt für Leseaction, die mörderischer kaum sein kann. Für seine Romane braucht man einen Waffenschein, oder zumindest Nerven wie Drahtseile. Diese drohen innerhalb weniger Leseminuten in Tausend Fetzen zerrissen zu werden. Also Vorsicht!

Von so genialer Unterhaltung, wie man sie mit den Büchern von Lee Child in die Hände kriegt, kann man partout niemals genug bekommen. In diesen steckt Nervenkitzel in geballter Form. "Der letzte Befehl" lässt den Leser so bald nicht zum Schlaf kommen. Alpträume absolut garantiert! Die Story bedeutet nämlich Thrillerliteratur der einsamen Spitzenklasse. Von dieser geht eine immens hohe Suchtgefahr aus. Jeder Jack-Reacher-Roman haut einen glatt um. Besser als jede Droge!

Susann Fleischer
28.08.2017

 
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Das Buch:

Lee Child:
Der letze Befehl. Ein Jack-Reacher-Roman. Aus dem Englischen von Wulf Bergner

Bild: Buchcover Lee Child, Der letze Befehl

München: Blanvalet Verlag 2017
448 S., € 19,99
ISBN: 978-3-7645-0506-6

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