Kinder- & Jugendbcher

Ein virtuoser Gnsehautthriller mit dem gewissen Etwas

Mit seinen sechzehn Jahren ist Motte eigentlich noch viel zu jung, um den L?ffel abzugeben und das Reich der Toten zu betreten. Zu diesem Schluss kommt auch der Teenager, als er an einem Wochenende kurz nach Mitternacht eine r?tselhafte E-Mail liest. In der hei?t es: 
"sorry f?r die schlechte nachricht 
aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein 
wir wollten nur, dass du das wei?t". 
Pl?tzlich schiebt Motte - ?brigens vollkommen zu recht - gro?e Panik und beschlie?t, die Nacht einfach durchzumachen. Wenn er nicht einschl?ft, kann er schlie?lich auch nicht sterben. Um die Zeit bis zum Morgen irgendwie rumzukriegen, zieht sich der Junge einen Comic nach dem anderen rein und f?llt letzten Endes doch in einen tiefen Schlaf.

Am n?chsten Morgen kommt der gro?e Katzenjammer: Mottes Herz hat aufgeh?rt zu schlagen und dann sind da zu allem ?berfluss diese seltsamen Fl?gel auf seinem R?cken. Statt im Himmel zu landen, wandelt Motte nun als letzter Engel durch die Welt und l?st damit eine mittlere Katastrophe aus. Es kommen pl?tzlich Dinge ins Rollen, die schon bald den ewigen Kampf zwischen Gut und B?se entscheiden werden. Motte spielt darin eine nicht unwesentliche Rolle - ebenso wie tote M?dchen und trainierte S?ldner, uralte Damen und die eigene Familie. Hier geht es schlie?lich um die Menschheit, die kurz vor ihrem Untergang steht. Einzig Motte kann das Ungl?ck noch rechtzeitig abwenden und die finsteren M?chte in ihrem Treiben aufhalten. Aber ist er wirklich stark genug f?r diese Aufgabe?

D?ster, gewaltig, unausweichlich - Zoran Drvenkar versteht es einfach, mitrei?ende Geschichten voller Gef?hl und Spannung zu erz?hlen und den Leser zu einem aufregenden Erlebnis zu verf?hren. Sein Jugendroman "Der letzter Engel" ist ein d?monisches Meisterwerk, das schlichtweg h?llisch gut und absolut brillant geschrieben ist. Das Herz f?hlt sich von diesem Vergn?gen sehr, sehr begl?ckt und die Nerven fangen bei der Lekt?re schnell Feuer, sodass schon bald diesem Rausch mit allen Sinnen erliegt. Der deutsche Autor scheint im engen Bunde mit dem Teufel zu stehen, denn an diesen Genuss droht man sein Seelenheil zu verlieren - und zwar mit gro?em Vergn?gen. Hier erf?hrt man Fantasy der Spitzenklasse und Unterhaltung, die Grenzen durchbricht. Was will man mehr?

Es ist einfach nahezu unfassbar: "Der letzte Engel" besitzt eine Sogwirkung, der sich niemand entziehen kann. Zoran Drvenkar macht mit seinen B?chern dem Leser ein traumhaft sch?nes Geschenk, das G?nsehaut am K?rper hervorruft und jeden gl?cklich macht. Einen besseren Genuss kann man sich einfach nicht w?nschen.

Susann Fleischer
12.11.2012

 
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Das Buch:

Zoran Drvenkar: Der letzte Engel

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Mnchen: cbj Verlag 2012
432 S., 16,99
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-15459-5

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