Medien & Gesellschaft

Die Philosophie und das Ich

In seinem kleinen Büchlein über das "ewige Ich" möchte der Autor Buja B. uns seine philosophischen Betrachtungen näher bringen. Er möchte mit seinem geschriebenen Wort nicht irgendeine Religion besonders loben oder beschuldigen, oder die eine über die andere stellen. Er möchte lediglich helfen, die eigene geistige Welt offener, selbstbewusster und positiver zu sehen, zu erleben und mitzugestalten.

Er beginnt mit den Bewusstseins- oder Ordnungsstufen. Warum wird immer von Geist und Seele gesprochen? Sind das überhaupt zwei verschiedene Entitäten? Die fünf Bewusstseins- und Ordnungsstufen klären kurz und präzise darüber auf. Auch geht Buja B. der Frage nach, warum wir grundsätzlich von übernatürlichen Phänomenen reden, wenn geistige Wesen in ihrer Urform miteinander in Verbindung stehen. Die Bedeutung des Sündenfalls macht klar, welche Schuldzuweisungen, Unterdrückungen und somit unsägliches Leid die Fehlinterpretation desselbigen in der Bibel für das weibliche Geschlecht ausgelöst hat.

Die Sätze über die positiven Gedanken machen klar, dass von jedem ethischen Gedanken eine positive Wirkung ausgeht - egal, wie dieser entstanden ist. Gedanken sind energielos und damit unbegrenzt durch alle zu empfangen und durch nichts aufzuhalten. Weiter geht es mit der Liebe. Sie will erfahren, gepflegt und gelebt werden. Sie wird nie aufgebraucht, wirkungslos bleiben, Schaden anrichten oder abgelehnt werden. Sie ist das einzige Mittel gegen Hass und Unterdrückung, das einzige Mittel für ein glückliches, vergnügliches und freies Leben. Das Jetzt und die Erinnerung machen deutlich, dass jeder Augenblick wie ein geistiger Neuanfang ist. Alles, was vorher da war, ist jetzt schon wieder Vergangenheit. Alles Emotionale muss immer wieder neu erschaffen werden, ob es positiv ist oder negativ, ob es uns passt oder nicht.

In jedem Lern- oder Bewusstseinsprozess spielt der Glaube eine wichtige Rolle. Glaube kann auch als Wegstrecke bezeichnet werden, die die Unwissenheit mit der Gewissheit verbindet. Die geistige Freiheit wird ebenso erörtert. Freiheit ist immer eine geistige Angelegenheit, ein Gefühl, das individuell empfunden wird. Die bewusste Gotteserfahrung kommt nicht einfach auf uns zu, wir müssen geistig zu ihr hingehen und dann noch bereit sein, sie aufzunehmen.

Wunderschön beschreibt Buja B., dass Freiheit eine sehr individuelle Angelegenheit ist. Kurz angerissen werden die Kapitel über den Umgang mit der Umwelt und der Musik. Aber auch das Zusammenleben spart der Autor nicht aus, ebenso wenig das Thema der kollektiven Beeinflussung. Fast schlussendlich gelangt der Leser zum Paradies und erfährt, dass viele Menschen sich den Zugang zu eben jenem selbst verwehrt haben. Schuld ist dann nicht selten der Teufel.

Das Ende seiner philosophischen Betrachtungen läutet der Autor mit der Sehnsucht der Religionen ein und dem Weg zur Befreiung, der über die geistige Freiheit führt, die mitunter nicht so einfach zu erreichen ist, weil Neider und Missgünstige uns im Wege stehen und versuchen werden, uns eines Besseren zu belehren und so vom Wege abzubringen.

Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit vielen interessanten Ansichten und Aussagen!

Tanja Küsters
07.12.2009

 
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Das Buch:

Buja B.:
Das ewige Ich. Philosophische Betrachtung

Bild: Buchcover Buja B., Das ewige Ich

Norderstedt: Books on Demand 2007
56 S., € 10,50
ISBN: 978-3-8334-7994-6

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