Biographie

Leben , Werk und Wirken eines Universalgenies

Es gibt wahrlich nicht viele Menschen, die sich das Pr?dikat "Universalgenie" geben d?rfen. Es gibt unter diesen Wenigen nur einen, der als Inbegriff des "uomo universale" gilt: Leonardo da Vinci. Der Italiener war Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph und pr?gte wie kein Zweiter die (Nachfolge-)Welt mit seinen ungew?hnlichen Ideen, atemberaubenden Kunstwerken und gro?en Zukunftsvisionen. Man denke an die "Mona Lisa", jenes Gem?lde, das oft kopiert wurde und doch unerreichbar bleibt. Doch wer war der Mann, der 30 Kilometer westlich von Florenz das Licht der Welt erblickte und vom Land aus seinen Eroberungsfeldzug ?ber den ganzen Globus begann? Eine erste Orientierungshilfe bekommt man mit der BasisBiographie "Leonardo da Vinci" des Kunsthistorikers Boris von Brauchitsch. 

Leonardo wird am 15. April 1452 als unehelicher Sohn eines Bauernm?dchens und eines Notars im l?ndlichen Vinci geboren und verlebt in der Obhut seiner Gro?eltern eine gl?ckliche Kindheit. Mit siebzehn Jahren kehrt der Junge seiner Heimat den R?cken und versucht im benachbarten Florenz sein gro?es Gl?ck. Sein Vater besorgt ihm eine Lehrstelle bei dem Bildhauer und Maler Andrea del Verrocchio, der in dem Jungen das au?ergew?hnliche Talent erkent, das ihn sp?terhin zum Gr??ten der Gro?en macht. Harte Arbeit und seine einzigartige Gabe, Menschen und Szenen mit flimmernden Farben auf die Leinwand zu bannen, bringen den Nachwuchsk?nstler nach k?rzester Zeit erste Auftr?ge ein, die seinen Ruf als gro?er Renaissance-K?nstler begr?nden. 

Auch wenn er Niederlagen einstecken muss - so geht er bei der Vergabe der Auftr?ge f?r Wandfresken in der Sixtinischen Kapelle leer aus -, so kann da Vinci einen Erfolg nach dem anderen f?r sich verbuchen. Als er 1482 in die Dienste der Familie Sforza tritt und in den knapp achtzehn Schaffensjahren ein Meisterwerk nach dem anderen (u.a. "Die Madonna in der Felsengrotte" und "Das letzte Abendmahl") fertigstellt, steigt Leonardo endg?ltig in den K?nstlerolymp auf. Sein Tod am 2. Mai 1519 hinterl?sst eine gro?e L?cke, die bis heute niemand zu f?llen vermag. 

Boris von Brauchitsch verbindet in dem 48. Band der Reihe "Suhrkamp BasisBiographie" Leonardo da Vincis Leben mit seinem Werk und Wirken auf Zeitgenossen und Nachfolgegenerationen zu einem unterhaltsamen Sachbuch, das mit Hintergrundinformationen, kurzweiligen Anekdoten und dem gewissen Etwas zu ?berraschen wei?. Das ungew?hnliche an dieser Biographie ist die Tatsache, dass Brauchitsch trotz der Ausf?hrlichkeit seiner Erz?hlungen und Darstellungen den Mensch Leonardo da Vinci nicht zu ersch?pfend analysiert. Stattdessen l?sst er lieber historische Szenen f?r sich sprechen und zieht damit den Leser in jene Geschehen hinein, die Leonardo da Vinci vor mehr als 500 Jahren erlebte. So unterhaltend kann das Leben eines verstorbenen Menschen erz?hlt werden, ohne dabei in "Fachkundlerei" zu versinken - dies gelingt wahrlich nur der Suhrkamp BasisBiographie und Autor Boris von Brauchitsch. 

Susann Fleischer 
18.10.2010

 
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Das Buch:

Boris von Brauchitsch: Suhrkamp BasisBiographie - Band 48: Leonardo da Vinci

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Berlin: Suhrkamp Verlag 2010
158 S., 9,90
ISBN: 978-3-518-18248-2

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